
Kaiserwetter und beste Stimmung begleiteten Ende Mai 24 LandFrauen und einige LandHerren des Hoyaer Vereins auf der ersten Tagesradtour im Jahr 2026. Per Bus und Radanhänger ging von der Weserstadt Hoya bis Sarstedt, wo nach dem Entladen der Räder der Startschuss für eine perfekte Kombination aus Natur und Großstadt fiel.
Die Route bestach durch eine völlig neue Perspektive auf die Landeshauptstadt und führte die Gruppe durch die Vielfalt der Region. Der Auftakt war idyllisch: Durch die Leineaue, ein echtes Vogelparadies, ging es vorbei am modernen Expo-Gelände und über den Kronsberg. Nach einem kurzen Abstecher in den historischen Dorfkern von Groß-Buchholz tauchten die Radelnden in das tiefe Grün der Eilenriede ein. Die Gruppe war von Anfang an begeistert von dem vielen Grün, das die Landeshauptstadt zu bieten hat. Zudem rollte es sich am Morgen noch wunderbar entspannt bei wenig Radverkehr auf Straßen abseits des Verkehrsgeschehens.
Im größten Stadtwald Europas wurde dann in einem Restaurant die verdiente Mittagsrast eingelegt.

Frisch gestärkt steuerte die Gruppe den glitzernden Maschsee an. Im nahegelegenen Neuen Rathaus warfen die Hoyaer Gäste einen Blick in das imposante Foyer: Dort hielt die Gruppe inne, um die ausgestellten Stadtmodelle zu betrachten, welche die Entwicklung Hannovers in verschiedenen Epochen zeigen. Besonders das Modell der totalen Zerstörung nach dem Zweiten Weltkrieg rief bei den Reisenden gerade in Hinblick auf die aktuelle politische Lage Betroffenheit hervor.
Auf dem zweiten Teil der Tour, der ganz im Zeichen des Elements Wasser stand, änderte sich die Verkehrslage jedoch spürbar: Je weiter der Nachmittag voranschritt, desto belebter wurden die städtischen Radwege. Für die Gäste vom Land war dies durchaus ungewohnt, denn auf den Wegen herrschte nun reger Gegenverkehr und so manches unverhältnismäßige Überholmanöver der Einheimischen forderte erhöhte Aufmerksamkeit. Davon ließ sich die gute Stimmung aber nicht trüben. Entlang von Ihme und Leine, vorbei am historischen Wasserkraftwerk Herrenhausen, radelte die Gruppe weiter bis zum idyllischen Hinüberschen Garten.
Das Ziel der Reise war Garbsen. Dort wartete bereits der Bus, wo der Tag bei einer gemütlichen Kaffeepause mit selbstgebackenem Kuchen ausklingen durfte. Das Fazit der gut gelaunten Gäste nach rund 60 Radkilometern war eindeutig: Das dichte Zusammenspiel aus unberührter Natur und urbanem Flair machte diese Vier-Wasserstraßen-Tour zu einem tollen Erlebnis. © Text: Ina Homfeld

Eine 23-köpfige Reisegruppe des LandFrauenvereins Hoya blickt auf eine ereignisreiche Rad- und Kulturreise nach Tschechien zurück. Trotz eines holprigen Starts Mitte Mai wurde die Tour zu einem vollen Erfolg.
Nach dem Aufbruch am frühen Sonntagmorgen erzwang ein Busdefekt bei Garbsen einen ungeplanten Stopp. Dank einer zupackenden „Menschenkette“ war das Gepäck jedoch blitzschnell in den Ersatzbus
umgeladen, sodass die Fahrt nach nur 80 Minuten staufrei fortgesetzt werden konnte. Pünktlich zur Stadtführung erreichte die Gruppe Prag. Highlights wie die Prager Burg, der Königsweg über die
Karlsbrücke und das Glockenspiel der Aposteluhr faszinierten die Teilnehmenden ebenso wie die abendliche Schifffahrt auf der Moldau.
Am Montag startete die eigentliche Radtour vor den Toren Prags. Über Melnik – mit herrlichem Schlossblick auf den Zusammenfluss von Moldau und Elbe – führte die Route über Roudnice nad Labem zum
Standquartier in Usti nad Labem. Ein emotionaler Höhepunkt folgte am Dienstag: In Theresienstadt berührte eine lokale Rad-Guide die Gruppe mit persönlichen Kindheitserinnerungen an geheime
Tunnelwege.
Der weitere Weg führte von Decin entlang der Elbe zur tschechisch-deutschen Grenze. Nach einem Erinnerungsfoto ging es per Bus hoch zur Bastei, die einen unvergesslichen Ausblick auf das bizarre Elbsandsteingebirge bot. Die Schlussetappe verlief von Königstein direkt nach Dresden.
Nach einer Führung im Schloss Pillnitz entschädigte die beeindruckende Skyline der Stadt Dresden für alle Mühen. Eine kompakte Stadtführung zu Frauenkirche, Zwinger und Semperoper rundete das Programm ab, bevor Buskapitän Holger geschickt einen Stau umfuhr und die Gruppe sicher zurück in die Heimat steuerte. "Erneut eine hervorragend organisierte Tour des LandFrauenvereins Hoya", so das einstimmige Urteil der Hoyaer Gäste, "mit gutem Teamgeist können selbst Buspannen erfolgreich weggestrampelt werden." © Ina Homfeld
Unter dem Motto „Gemeinschaft stärken und Zukunft gestalten“ versammelten sich am 08. Mai 2026 über 300 Vorstandsmitglieder Niedersächsischer LandFrauenvereine zur großen Delegiertenversammlung des Niedersächsischen LandFrauenverbandes in der Heidmarkhalle in Bad Fallingbostel. Der LandFrauenverein Hoya war mit vier Delegierten vor Ort.
Im Zentrum des Vormittags standen wichtige Personalentscheidungen: Unter anderem wurde die amtierende Präsidentin Elisabeth Brunkhorst mit großer Mehrheit in ihrem Amt bestätigt. Zudem gab der Verband einen Ausblick auf die Jahre 2027 bis 2029. Das neue Dreijahresthema „Faire Chancen – Leben im ländlichen Raum“ wird die zukünftige Arbeit voraussichtlich bestimmen. Dabei sollen drängende Fragen wie die ärztliche Versorgung, die Anbindung an den ÖPNV sowie eine moderne Ausrichtung des Ehrenamts und die Krisenfestigkeit der dörflichen Gemeinschaft im Fokus stehen.
Am Nachmittag füllte sich die Halle weiter: Zu den Delegierten gesellten sich rund 400 weitere Gäste, um gemeinsam den großen LandFrauentag zu begehen. Bad Fallingbostels Bürgermeister Rolf Schneider fand in seinem Grußwort deutliche Worte zur gesellschaftlichen Rolle der Frauen. Seine zentrale Botschaft lautete: „Gleichberechtigung ist kein abgeschlossener Vorgang.“
Charmant und souverän führte Konfrencière Stephanie Lange durch ein abwechslungsreiches Programm. In einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion debattierten Vertreterinnen aus Politik und Verbänden über die Zukunft des ländlichen Raums – unter ihnen auch die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, Hanna Naber. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte das Gespräch mit der Bestsellerautorin Ildiko von Kürthy, die insbesondere zu ihrem neuesten Buch „Alt genug“ Rede und Antwort stand und dabei wertvolle Impulse zum Thema Älterwerden gab.
Ein Höhepunkt war die erstmalig Verleihung des NLV-Awards "Angepackt und ausgezeichnet". Antje Müller aus Ottersberg wurde für ihre „ansteckende Power“ und ihren Einsatz bei der Motorradgruppe „Biker-Bienen“ geehrt. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die LandFrauen Achim, die mit ihren selbstgenähten Nesteldecken für Demenzkranke das Thema Altwerden sichtbar gemacht und „begreifbar“ gestaltet haben.
Den emotionalen Abschluss bildete der Besuch der Niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte. In einer bewegenden Laudatio würdigte sie das außergewöhnliche Engagement zweier verdienter Frauen: Anne-Dörthe Neumann, Vertreterin Stade, und Dörte Stellmacher, bisherige Vize-Präsidentin Nord, erhielten aus den Händen der Ministerin das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens.
In der Bestätigung, das LandFrauen einer "starken Gemeinschaft" angehören, ging es für die Hoyaer Delegierten nach einem langen Tag Richtung Heimat. © Text Ina Homfeld
Die Teilnehmerinnen aus den Vereinen Harpstedt-Heiligenrode, Syke, Bassum, Twistringen und Hoya starteten ihr Programm auf dem Harpstedter Marktplatz. Von dort aus begab sich die Gruppe auf eine abwechslungsreiche kulinarische Gästeführung. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Christuskirche: Neben historischen Fakten durften die Landfrauen dort eine Kostprobe des Kirchenweins genießen – ein Programmpunkt, der für große Begeisterung sorgte. Auch das neue Gemeindezentrum stieß auf reges Interesse.
Dass die Gemeinschaft bei den Landfrauen großgeschrieben wird, zeigte sich bei den gemütlichen Zwischenstopps. Eine klassische Kaffeetafel beim örtlichen Bäcker bot Raum für intensive Gespräche, während weitere Stationen in einer Pizzeria und ein süßer Abschluss in der Eisdiele den Nachmittag kulinarisch abrundeten.
„Es war eine wunderbare Gelegenheit, alte Kontakte aufleben zu lassen und gemeinsam Neues zu entdecken“, lautete das einhellige Fazit der Teilnehmerinnen. Der Nachmittag in Harpstedt bot die perfekte Mischung aus Information und Geselligkeit und wird den ehemaligen Vorstandsmitgliedern noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Zu einer spannenden Exkursion in das Herz der ostwestfälischen Küchenindustrie und die idyllische Kulturlandschaft des Kreises Herford brachen Mitte April 40 Hoyaer LandFrauen und einige LandHerren auf. Das Ziel: Den Weg von der ersten Planung bis zur fertigen Küche bei der Firma Nolte-Küchen hautnah mitzuerleben und die regionale Heimat mit neuen Augen zu entdecken.
Zustande gekommen war dieser besondere Kontakt durch Ilsemarie Bartels, die nicht nur eine engagierte LandFrau im Hoyaer Verein ist, sondern auch eine erfahrene Küchenplanerin bei der Firma Klingeberg in Bruchhausen-Vilsen. Dank ihrer Initiative und fachlichen Verbindung konnten die Teilnehmer exklusive Einblicke hinter die Kulissen der Branche gewinnen.
Der Tag startete im Nolte-Forum in Löhne. Das beeindruckende Ausstellungszentrum dient auf rund 7.000 Quadratmetern als Inspirationsquelle für Fachpartner aus aller Welt. Während der Führung erfuhren die Teilnehmenden, dass Nolte bereits seit 1958 Küchen produziert. Besonders die Vielfalt der Stile – von puristischer Moderne bis zum klassischen Landhaus – beeindruckte die Gäste. Nach einer stärkenden Mittagspause im Restaurant „Die Knolle“ in Bünde folgte der Blick in das Herzstück des Unternehmens: das Produktionswerk in Melle-Bruchmühlen. Stephan Baum und Axel Müller, zwei erfahrene Mitarbeiter des renomierten Küchenherstellers, führten die Gruppe durch die Hallen, in denen täglich rd. 850 individuell geplante Küchen entstehen. Beeindruckend war vor allem das Zusammenspiel von hochmoderner Robotertechnik und menschlicher Präzision bei der Fertigung von über 8.000 Schränken pro Tag.
Nach dem industriellen Teil begann der gemütliche Part des Tages. Birgit Steinmeier, LandFrau des Jahres 2007, nahm die Gruppe im Bus anschließend mit auf eine Rundreise durch ihre Heimat. Unterwegs gab es spannende Einblicke in die lokale Infrastruktur: Die Gäste erfuhren, dass die Region früher maßgeblich von der Zigarrenherstellung geprägt war, bevor sich der Wandel hin zum weltweit führenden Zentrum der Küchenfabrikation vollzog. Die Teilnehmenden staunten über die enge Verknüpfung von den fruchtbaren landwirtschaftlichen Böden, der einstigen Tabaktradition und der heutigen modernen Industrie, während die Landschaft dabei stets ihren ländlichen Charme bewahrte.

Zur Kaffeepause kehrte die Gesellschaft in Brüngers Eventlocation ein. Die Seniorchefin und der Juniorchef ließen es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich durch die einladenden Räumlichkeiten zu führen. Die Gruppe zeigte sich äußerst beeindruckt von dem stimmungsvollen Ambiente und der herzlichen Gastlichkeit des Familienbetriebs.
Den krönenden Abschluss bildete eine kulturelle Stippvisite: An der LandFrauenallee und beim Besuch des traditionellen, von den LandFrauen zu Ostern festlich geschmückten Hahns an der örtlichen Kirche wurde das ehrenamtliche Engagement der Region sichtbar. Ein privates Highlight war der abschließende Besuch im Garten von Birgit Steinmeier, in dem ein imposanter Taxus die Besucher zum Staunen brachte.
Mit vielen neuen Eindrücken über einen innovativen Wirtschaftsstandort, Natur und gelebtes Brauchtum trat die Gruppe am späten Nachmittag sichtlich zufrieden die Heimreise an. ©Text Ina Homfeld

Nachdem die Regularien der diesjährigen Jahreshauptversammlung des LandFrauenvereins Hoya erfolgreich abgeschlossen waren, rückte ein Thema in den Fokus, das oft im Verborgenen bleibt: Die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, Christine Schröder, nutzte den Rahmen der Versammlung, um in einem eindringlichen Vortrag über die Arbeit gegen häusliche Gewalt aufzuklären. Dabei wurde deutlich, dass Gewalt heute weit über die klassischen Paarkonflikte hinausgeht und zunehmend auch den digitalen Raum sowie die häusliche Pflege betrifft.
Gewalt hat viele Gesichter – auch digitale
Häusliche Gewalt umfasst weit mehr als die klassische körperliche Tat. Christine Schröder verdeutlichte, dass der Begriff heute auch Gewalt gegen Kinder, Übergriffe durch Kinder gegenüber ihren Eltern sowie Gewalt zwischen Geschwistern oder gegenüber im Haushalt lebenden Senioren einschließt. Die Formen reichen von psychischem Terror durch Beschimpfungen, Demütigungen und soziale Ausgrenzung bis hin zu finanzieller Abhängigkeit, sexuellen Übergriffen und Freiheitsentzug.
Besorgniserregend sei die Zunahme der digitalen Gewalt: „Stalking, Tracking und Cyber-Gewalt sind moderne Werkzeuge der Kontrolle, die den Opfern oft keinen Rückzugsort mehr lassen“, betonte die Referentin.
Schutzraum Wohnung: „Wer schlägt, muss gehen!“
Ein Kernpunkt des Vortrags war die zivilrechtliche Schutzmöglichkeit. Das Prinzip ist klar: Nicht das Opfer muss flüchten, sondern der Täter wird verwiesen. Der polizeiliche Platzverweis und die damit verbundene Wohnungsüberlassung seien zentrale Instrumente, um Betroffenen eine Atempause zu verschaffen und Zeit für professionelle Beratung zu gewinnen. Als neueste technische Unterstützung nannte die ehemalige engagierte Gleichstellungsbeauftrage zudem den Einsatz der elektronischen Fußfessel zur Überwachung von Kontaktverboten.
Besonderes Risiko im Alter
Erschütternde Zahlen präsentierte Christine Schröder zum Thema Gewalt im Alter: Rund 11 % der über 60-Jährigen gaben an, in den letzten fünf Jahren Opfer häuslicher Gewalt geworden zu sein. Besonders alarmierend: Nur etwa 5 % der betroffenen Frauen in dieser Altersgruppe suchen tatsächlich Hilfe. Mit steigender Pflegebedürftigkeit nehme das Risiko durch überforderte pflegende Angehörige massiv zu – oft in Form von Vernachlässigung oder Einschränkung des freien Willens.
Starke Netzwerke im Landkreis Diepholz und überregional
Im Landkreis Diepholz bietet das Netzwerk gegen häusliche Gewalt schnelle Unterstützung. Erste Anlaufstellen sind die Beratungsstellen für Frauen und Mädchen in Bruchhausen-Vilsen, Syke und Sulingen, das Frauenschutzhaus (www.frauenhaus-diepholz.de) sowie die Beratungs- und Interventionsstelle (BISS). © Text Ina Homfeld
Ein volles Haus in Thöles Hotel in Dedendorf:
Zur Jahreshauptversammlung des LandFrauenvereins Hoya am 24. März 2026 kamen 113 Mitglieder und einige Ehrengäste zusammen, um auf ein ereignisreiches Jahr zurückzublicken und die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Beeindruckende Bilanz der Vereinsarbeit
Der Tätigkeitsbericht, vorgetragen von der Schriftführerin Erika Meyer, verdeutlichte das enorme Interesse am Vereinsleben. Allein die Vortragsveranstaltungen, das Herzstück des Vereins, zogen im vergangenen Jahr rd. 1.000 Gäste an.
Das Programm bot zudem eine enorme thematische Breite. In verschiedenen Seminaren konnten die Mitglieder ihre kreativen Fertigkeiten vertiefen oder beim Gedächtnistraining die grauen Zellen fit halten. Dass der Verein auch vor ernsten Themen nicht zurückschreckt, bewies der erfolgreich durchgeführte „Letzte Hilfe Kurs“, der wertvollen Orientierung für die Begleitung am Lebensende. Ein besonderes Herzensprojekt sei erneut das „Kochen mit Kindern“ gewesen, so Erika Meyer. In insgesamt 29 Veranstaltungen führten die LandFrauen über 500 Kinder spielerisch an gesunde Ernährung heran – ermöglicht durch den engagierten Einsatz von 50 ehrenamtlichen Helferinnen.
Auch die Reiselust war ungebrochen. Die Bilanz wies insgesamt fünf Mehrtagestouren und zehn Tagestouren aus. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Mobilität: Mehrere Ausflüge wurden als geführte Radtouren angeboten, was bei den Mitgliedern auf Begeisterung stieß und den sportlichen Geist der Gemeinschaft betonte.
Stabile Finanzen trotz leichtem Minus
Den Kassenbericht präsentierte Astrid Schwecke. Wie bereits im Vorjahr wies dieser ein kleines Minus aus, was jedoch die insgesamt solide finanzielle Basis nicht gefährdet. Die Kassenlage wurde als stabil bewertet, woraufhin die Versammlung dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilte.
Vertrauen in das bewährte Team
Bei den anstehenden Wahlen setzten die Mitglieder auf Kontinuität. Die bisherigen Amtsinhaberinnen stellten sich erneut zur Verfügung und wurden in ihren Funktionen bestätigt.
Damit bleibt die erste Vorsitzende Imke Wicke für weitere vier Jahre im Amt. Auch die Beisitzerinnen für den Bezirk 7, Ina Homfeld, und für den Bezirk 8, Dagmar Stegmann, wurden wiedergewählt,
womit der Verein mit einem erfahrenen Team in die neue Amtsperiode startet.
Mit dieser Bestätigung im Rücken blickt der LandFrauenverein zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben und ein weiteres Jahr voller Aktivitäten.
© Text Ina
Homfeld
Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang am 21. März 2026 verwandelte sich das Dampfhaus in Eystrup in eine kreative Werkstatt. Unter der fachkundigen Anleitung von Christine Scharnhusen und Annemarie Leiding kamen zehn motivierte LandFrauen zusammen, um gemeinsam in die Frühlingssaison zu starten.
Es wurde mit vollem Einsatz gesägt, gebohrt, geklebt und geplottet. Dank der vielfältigen Techniken und der tollen Stimmung entstanden im Laufe des Tages zahlreiche individuelle Frühjahrsdekorationen, die sich sehen lassen können.
Ein besonderes Dankeschön gebührt Christine Scharnhusen und Annemarie Leidingfür die erstklassige Anleitung und die vielen kreativen Impulse, da waren sich Teilnehmerinnen einig.

Eine Woche voller Leichtigkeit und neuer Energie: 14 Mitglieder des LandFrauenvereins Hoya kehrten Mitte März von einem besonderen Aufenthalt im Harz zurück. Sechs Tage lang widmete sich die
Gruppe im Haus Zeppelin & Steinberg in Goslar dem Basenfasten – einer sanften Form des Fastens, die bei bestem Wetter Körper und Geist gleichermaßen belebte.
Im Mittelpunkt stand eine Ernährung aus Obst und Gemüse, die in Form von leichten ayurvedischen Gerichten morgens, mittags und abends serviert wurde. Das Besondere: Die Teilnehmer konnten sich satt essen und dennoch ganz nebenbei entschlacken. Da der Stoffwechsel entlastet wurde, blieben die typischen Fastenkrisen aus.
Unter der Anleitung einer erfahrenen Dozentin wurde der Aufenthalt zu einer echten Entschleunigungskur. Das Programm war eine ausgewogene Mischung aus Aktivität und Ruhe: Tägliche Wanderungen durch die Harzer Wälder sorgten zwar für den einen oder anderen Muskelkater, wurden aber durch sanfte Yogaübungen ideal ergänzt. Nach den aktiven Tagen klang das Programm abends in gemütlicher Runde aus: Beim gemeinsamen Austausch und Gesellschaftsspielen wurde viel gelacht und die Gemeinschaft gestärkt.
„Das hat einfach gut getan“, lautete das Fazit der Gruppe. Mit weniger Ballast und viel frischer Motivation ging es nach sechs Tagen Richtung Heimat. © Text Ina Homfeld

Ein starkes Zeichen für weibliche Solidarität und Lebensfreude: Unter dem Motto „She moves“ feierten am vergangenen Wochenende knapp 200 Frauen in der Traditionsdisco BO in Asendorf. Die
gemeinsame Veranstaltung des LandFrauenvereins Hoya, dem SoVD Hoya, der Gleichstellungsbeauftragten der Samtgemeinden Bruchhausen-Vilsen und Hoya verwandelte die Tanzfläche in ein Zentrum für
Ausgelassenheit und Gemeinschaft.
Hintergrund des Abends war der Internationale Frauentag, der am 08. März weltweit auf Frauenrechte und Gleichstellung aufmerksam macht. Wo sonst Generationen von Nachtschwärmern tanzten, stand
dieser Abend ganz im Zeichen der Frau. Das Motto „She moves“ symbolisierte dabei den Weg, den Frauen heute selbstbewusst und unabhängig gehen – ob im Beruf, in der Gesellschaft oder eben auf der
Tanzfläche.
Nach einem etwas ruhigeren Start füllte sich der Saal zusehends, und mit jedem Song der DJane Aileen stieg die Energie. Das Besondere: Über die Lautsprecher schallten ausschließlich Stimmen
weiblicher Interpretinnen. Der Mix aus Klassikern der Rockgeschichte und aktuellen Hits sorgte für eine durchgehend volle Tanzfläche.
Das Event vereinte die Generationen. Auch Frauen über 80 Jahre ließen es nicht nehmen, gemeinsam mit den jüngeren Gästen ausgelassen zu feiern.“, so eine Besucherin. „Es war toll zu sehen, wie die Party an Schwung aufnahm und am Ende alle gemeinsam tanzten.“ © Text Ina Homfeld


Auf Einladung des LandFrauenvereins Hoya gab der Chefarzt der Helios-Kliniken Mittelweser, Dr. Martin Bästlein, Anfang März in Thöles Hotel tiefreichende Einblicke in die Welt der Kopfschmerzen und insbesondere der Migräne. Als Leiter der neurologischen Abteilung und Experte im MVZ ist er täglich mit akuten wie chronischen Fällen konfrontiert.
„Schmerz entsteht im Gehirn“, so die zentrale Botschaft von Dr. Bästlein. Kopfschmerz ist die häufigste Erkrankung der Bevölkerung, doch insbesondere die Migräne wird oft unterschätzt. Für Betroffene bedeute sie oft „verlorene Lebensjahre“. Während auch Kinder und Männer leiden, sind am häufigsten Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr betroffen.
In seinem packenden Vortrag räumte der Experte mit dem Vorurteil auf, Kopfschmerzen seien eine bloße Befindlichkeitsstörung. Die Kombination aus Schmerz, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit zwinge die Patienten regelmäßig in die Knie und raube ihnen wertvolle Zeit im Beruf und Alltag.
„Wer unter Migräne leidet, arbeitet allerdings oft besonders schnell, strukturiert und gewissenhaft“, betonte der Neurologe. Aufgrund der ständigen Gefahr eines Anfalls entwickelten Betroffene eine hohe Effizienz, um ihre Aufgaben in schmerzfreien Zeiten präzise zu erledigen. Arbeitgeber sollten daher keinesfalls auf diese Fachkräfte verzichten, sondern vielmehr durch Verständnis und flexible Rahmenbedingungen ihr Potenzial fördern.
Besonders eindringlich warnte der Mediziner vor dem Trio aus Migräne, Rauchen und der Pille: „Dieses Zusammenspiel verdreifacht das Schlaganfallrisiko.“ Eine konsequente Behandlung sei daher essenziell, um schwere Folgeschäden zu vermeiden. Zur Diagnose empfahl der Experte Kopfschmerzkalender (z. B. Vorlagen der DMKG).
Im Laufe des Vortrags stand neben der Akutmedikation die Prophylaxe im Fokus. Neben modernen Therapien, wie der Prävention mit CGRP-Antikörpern, betonte der Chefarzt die Bedeutung des Lebensstils. Ein geregelter Tagesablauf, regelmäßiger Ausdauersport und gezieltes Stressmanagement seien tragende Säulen der Vorbeugung.
Abschließend erläuterte der Chefarzt weitere Formen wie den Spannungskopfschmerz, den Medikamentenübergebrauchs-kopfschmerz (MÜK) und die Riesenzellarteriitis (RZA) im Alter.
Dass der LandFrauenverein mit diesem Thema einen Nerv getroffen hatte, zeigte sich spätestens in der anschließenden Diskussions- und Fragerunde. © Text: Ina Homfeld

Der Workshop " Fitness für den Kopf" begeisterte eine kleine Gruppe von Teilnehmer/innen am diesjährigen Valentinstag im Gemeindehaus Hoya. Mit abwechslungsreichen Übungen für Körper, Geist und Seele führte Dagmar Stegmann, zertifizierte Gedächtnistrainerin, durch den Vormittag. Mit Koordinations - und Bewegungsübungen, Wortfindung, Assoziationen, Anagrammen und kreativen Merksätzen verging die Zeit wie im Flug. Die Teilnehmenden erfuhren wie spielerisch die geistige Fitness aktiviert werden kann und bekamen Anregungen auch mal etwas Neues auszuprobieren. Ob mit Puzzeln, einem Tanzkurs, Sprachkurs, Spiele spielen oder Tagebuch schreiben, alles kann dabei helfen die grauen Zellen fit zu halten. Wichtig ist, dass es Freude macht, denn auch die Seele spielt eine Rolle beim ganzheitlichen Gedächtnistraining. Zum Schluss erfuhren die LandFrauen, wieviel eigentlich eine Schneeflocke wiegt. © Text und Bild Dagmar Stegmann

Was ist zu tun, wenn ein Kind plötzlich keine Luft mehr bekommt oder sich schwer verletzt? Um im Ernstfall besonnen und richtig zu handeln, trafen sich Mitte Februar elf Frauen im Gemeindehaus Bruchhausen zu dem Seminar „Erste Hilfe am Kind“.
Unter fachkundiger Anleitung von Ingo Fischer vom Ambulance Service Nord (ASN) stand das praktische Üben im Vordergrund. Die Teilnehmerinnen trainierten lebenswichtige Handgriffe wie die stabile Seitenlage sowie die Reanimation, wobei auch der Einsatz eines AED (Defibrillators) für den Ernstfall geprobt wurde.

„Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken“ mit diesem Hinweis auf das Leitmotiv der Hoyaer LandFrauen startete Ralf Holtz, pädagogischer Mitarbeiter der LEB Oldenburg, vor rd. 100 Gästen in Thöles Hotel Anfang Februar seinen Vortrag zum Thema „Künstliche Intelligenz“. Er sei aus Oldenburg gekommen, um Brücken zu bauen, Brücken hin zum Thema KI, das zurzeit und auch zukünftig aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sei.
Das Thema KI gebe es nicht erst seit dem Jahr 2022 sondern bereits seit Jahrhunderten. Bereits im 18. Jahrhundert hätten Wissenschaftler das Denken in Raster sortiert und Formeln errechnet. Ein Wegbereiter, so der Oldenburger Referent, sei Alan Turing, ein britischer Mathematiker, Logiker und Kryptoanalytiker und Entwickler des Schachcomputers, gewesen. Im November 2022 markierte OpenAI mit ChatGPT einen der wichtigsten Wendepunkte in der Technikgeschichte und löste einen Hype aus. KI wurde zum Massenphänomen, denn die private Nutzung wurde und wird von Tag zu Tag praxistauglicher.
Ralf Holtz stellte im Laufe seines Vortrags mehrere Anwendungsbeispiele für die KI vor, von Echtzeitübersetzungsprogrammen über KI-Agenten bei der Büroorganisation von Unternehmen bis hin zu medizinischen Diagnosen. Er warnte davor der generativen KI zu viel Persönliches preiszugeben, der Focus solle besser auf ein gutes „Prompting“ gelegt werden. Unter Prompts sind klare Fragestellungen, schrittweise Annährungen an Themen und eine zielgerechte Kommunikation zu verstehen. Wie ein roter Faden zog sich der Hinweis durch den Vortrag, dass der Computer niemals „denke“, sondern immer nur „rechne“ und begründete damit auch die ethischen Bedenken bei Anwendung der Programme. Bevor Ralf Holtz die vielen Fragen der Gäste beantwortete, schloss er seinen Vortrag mit dem Hinweis: „KI ist gekommen, um zu bleiben!“ © Text Ina Homfeld

Zu einem eintägigen Coaching traf sich Anfang Februar 2026 der Vorstand des LandFrauenvereins Hoya im Dorfgemeinschaftshaus in Hassel. Experte für Personalentwicklung und Führungskompetenz
Steffen Beste aus Bruchhausen-Vilsen führte durch den Tag und motivierte unter der Themenstellung „Wie können die vielfältigen Aufgaben in der Vorstandsarbeit eines LandFrauenvereins bestmöglich
bewältigt werden?“ die 14 Vorstandsmitglieder zu einem regen Austausch.
Nach einer kurzen Aufwärm- und Vorstellungsrunde erarbeiteten die LandFrauen in Gruppen das Aufgabenportfolio im Vorstand. Viele Moderationskarten füllten sich mit Stichworten zu Aufgaben und Tätigkeiten des Vorstands, die über die geschäftsmäßige Erfüllung des Vereinszwecks und Verwaltung des Vereinsvermögens hinausgehen. Dabei standen insbesondere das Brainstorming zur Findung des Jahresangebots an Veranstaltungen, Reisen und Seminaren, die Phase bis zur finalen Erstellung des Jahresprogramms, der Postversand, die Anmeldephasen neben der eigentlichen Mitgliederbetreung, dem Auftritt in Presse und in den sozialen Medien und die Außenvertretung in einem besonderen Focus.
Nach lebhaften Diskussionen wurde schlussendlich ein erster Schritt zu einer Neu- bzw. Umverteilung der Aufgaben unter Berücksichtigung der Interessen und Stärken der einzelnen Vorstandsmitglieder gemeinsam erarbeitet und beschlossen.
Zum Abschluss des Tages konnten die Vorstandsmitglieder mit Hilfe von LEGO® SERIOUS PLAY® kreativ und spielerisch Teamprozesse und Strategien erarbeiten und Visionen für den LandFrauenverein der Zukunft darstellen! © Text Ina Homfeld
Um diese Ziele zu erreichen, kamen 47 Landfrauen am 27.01.2026 in Thöles Hotel, um sich bei dem Vortrag „Die Kopf frei Methode“ von Carolin Habekost Tipps und Anregungen für einen stressfreieren Alltag zu holen.
Die in Emtinghausen wohnhafte Komunikationstrainerin ist berufstätig und Mutter dreier Kinder.
Früher habe sie Ihre Aufgaben mit To-do-Listen erledigt, erzählt die Referentin, so wie viele der anwesenden Gäste sicherlich auch. Mit der Geburt Ihrer Kinder habe sie gemerkt, dass diese To-dos schnell durch Unvorhergesehenes durcheinander geraten könnten und Stresssituationen entständen.
Daraufhin habe sie „Die Kopf frei Methode“ entwickelt und auch ein Buch mit diesem Titel verfasst. Das Ziel sei es, so die Referentin, die Aufgaben besser nach Wichtigkeit einzuteilen, abzuarbeiten und damit aus dem Kopf zu bekommen. Die Expertin erklärte den Landfrauen das Selbstmanagement-System. Hilfe bei der Organisation des Alltags könnten auch Projektmanagementtools sein, wie beispielsweise Trello, Asana, Nation oder MS-Planer.
Während der Pause mit einem leckerem Abendessen konnten die LandFrauen bei guten Gesprächen das Gehörte schon mal diskutieren. Danach füllte Carolin Habekost das Prinzip mit praktischen Beispielen.
Motiviert mit neuen Ideen und Anregungen gingen die Besucherrinnen mit dem Ziel mehr Zeit, weniger Stress und mehr Leichtigkeit in den Alltag. © Kirsten Schneermann

15 Landfrauen tauchten Ende Januar 2026 in die Welt der Coffee Art ein und entdeckten eine ganz besondere Maltechnik mit reinem Kaffee! In der gemütlichen Diele der Rösterei CATUCHO in Bücken erschufen die Landfrauen unter Anleitung der Linsburger Künstlerin Lisa-Marie Klug wunderschöne Kunstwerke – ganz ohne Vorkenntnisse. Dazu gab es frisch gebrühten Kaffee und leckere Kekse aus der Rösterei, und dies bei tollen Gesprächen!
In den sozialen Medien postet eine Teilnehmerin dazu: "Es war ein wunderbarer, entspannter Vormittag mit vielen netten, aufgeschlossenen Frauen, die genauso wie ich neugierig waren und sich eingelassen haben etwas Neues auszupobieren!"
Offensichtlich hat der Vorstand des LandFrauenvereins mit dem Angebot dieses Seminars mal wieder ein gutes Händchen bewiesen. Eine Wiederholung wurde sich von mehreren Seiten ausdrücklich gewünscht.
Angesichts etlicher interessierter LandFrauen, die wegen der großen Nachfrage nicht zum Zuge kamen und noch auf der Warteliste stehen, dürfte dieses Seminar im nächsten LandFrauen-Programm 2026/27 mit Sicherheit im Angebot sein.
Eine gemeinsame Reise zur Teambildung, dem Kennenlernen oder einfach nur dem Austausch der Ortsvertreterinnen und Vorstandsmitglieder der dem Kreisverband der LandFrauenvereine Grafschaft Hoya e.V. angeschlossenen Vereine war der Initiativgedanke für eine Dreitagestour. Was bietet sich da besser an als ein Besuch der „Grünen Woche“ in der Bundeshauptstadt Berlin?, hieß es im Vorfeld!
Aber diese Reise war mehr! Ein Rückblick in die Geschichte der innerdeutschen Teilung im Zonengrenzmuseum in Helmstedt, ein Erinnern an Willkür und Unrecht im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, ein Einblick in die Legislative der Bundesrepublik Deutschland im Berliner Reichstagsgebäude mit Informationen über die Aufgaben eines Abgeordneten und seiner Fraktion, dem Genuss einer sensationellen Show auf der größten Theaterbühne der Welt im Friedrichsstadtpalast und dem Besuch der traditionsreichen Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, der Internationalen Grünen Woche im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens!
Birgit Meyer-Borchers, Vorsitzende des LFV Freudenberg-Bassum hatte diese Reise ausgearbeitet und organisiert. Und dies mit Bravour, da waren sich die 33 Mitreisenden - davon 12 vom Hoyaer LandFrauenverein- einig: Ein tolles Program!

Beklommenheit herrschte am Anreisetag im Zonengrenzmuseum in Helmstedt. Zwei Zeitzeuginnen berichteten aus ihrem Leben mit der innerdeutschen Grenze, den unmenschlichen Schicksalen von Familien, der Grenzsicherung und den mitglückten Fluchtversuchen!
Bis zur Ankunft in Berlin gab es im Anschluss genügend Gesprächsstoff über diese Zeit der deutschen Teilung.
Die grandiose Show im Revuetheater "Friedrichstadtpalast" mit der Show "Blinded by Delight" sorgte dann am Abend für genügend Abwechslung.
Am zweiten Reisetag stand der Besuch der "Internationalen Grünen Woche" auf der Agenda. Die Welt zu Gast mit Innovationen und einer kulinarischen Vielfalt, die nicht in Worte zu fassen ist. Einen besonderen Höhepunkt konnten die Landfrauen live erleben, denn Ministerin Miriam Staudte eröffnete das "Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft". 100 Frauen wurden nominiert und mit dabei die Hoyaer LandFrau Tanja Wohlers aus Kampsheide. Ziel dieser Kampagne Ziel ist es, den gegenwärtigen Zustand für Frauen in der Landwirtschaft nachhaltig zu verbessern und ihre Stärken und Leistungsfähigkeiten transparent zu machen.

Der Abreisetag galt dem politischen Berlin und startete mit dem Besuch des Plenarsaals im Deutschen Bundestag. Eine Stunde erhielten die LandFrauen von einer Mitarbeiterin des Besucherdienstes Informationen über Alltag und Aufgaben der Abgeordneten. Besonders zur Frage "Warum sind oftmals viele Plätze im Plenarsaal unbesetzt?" gab es umfassende Auskünfte. Im Anschluss lud der Vertreter des Wahlkreises Diepholz/Nienburg I MDB Axel Knoerig die LandFrauen in den Fraktionssaal der CDU/CSU ein und thematisierte eine große Bandbreite politischer Themen.
Nach dem Mittagessen im Paul-Löbe-Haus stand eine letzte Besichtigung in der Gedenkstätte des Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen an. Ehemals politisch Inhaftierte führten durch die Räumlichkeiten und gaben Auskunft über die unmenschliche Nutzung in der Nachkriegszeit als sowjetisches Speziallager und über die Zeit von 1951 bis 1990 als Untersuchungshaftanstalt für politisch Verfolgte in der ehemaligen DDR. Betroffenheit und gleichzeitig viel Gesprächsstoff für die Rückfahrt waren angesagt.
"Diese Fahrt hat sich trotz des strammen Programms über alle Maßen gelohnt", so das einhellige Resümee. "Eine Wiederholung mit neuem Ziel in einigen Jahren" wurde ausdrücklich gewünscht. ©Texte Ina Homfeld
In den Räumen der Tanzsportgemeinschaft Gehlbergen fand Anfang Januar der Schnupperkurs "Dance Fitness" statt. Die Teilnehmerinnen hatten dabei die Gelegenheit, schwungvolle Kombination aus Tanz und Fitness kennenzulernen.
Unter Anleitung wurden verschiedene Bewegungsfolgen zu Musik einstudiert und gemeinsam umgesetzt. Der Kurs verband Bewegung, Koordination und Ausdauer auf abwechslungsreiche Weise. Im Mittelpunkt standen dabei Spaß an der Bewegung und gemeinsames Aktivsein.
Durch die sportlich, sehr motivierte Trainerin hatten alle sehr viel Spaß dabei. Die Veranstaltung bot eine schöne Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren und aktiv zu bleiben.

Im Zweijahresrhythmus organisiert der Kreisverband der LandFrauenvereine Grafschaft Hoya e.V. einen 24-Stunden-Workshop für die Vorstandsmitglieder der angeschlossenen Vereine. Als Veranstaltungsort dieser Bildungsmaßnahme hat sich die Katholische Akademie Stapelfeld etabliert. Am Donnerstag, dem 15.1.2026 machten sich die Vorstandsmitglieder der LandFrauenvereine Freudenberg-Bassum, Harpstedt-Heiligenrode, Hoya, Syke und Twistringen auf den Weg. Aus dem Hoyaer Verein beteiligten sich Imke Wicke, Edith Köster, Christel Stampe und Kirsten Schneermann an dem Projekt.
Fleißig wurde mit der Dozentin Maria Jansen an zwei Tagen das Thema Resilienz & Achtsamkeit im Ehrenamt erarbeitet. Ehrenamt ist eine Herzensangelegenheit aber auch eine Aufgabe, die Kraft kostet. Die Vorstandsfrauen erhielten wertvolle Tipps zur Resilienz, also zur Fähigkeit, diese Herausforderungen zu meisten und gestärkt daraus hervorzugehen.
Bei einem Glas Wein, gutem Essen und kleinen Spaziergängen gab es außerdem Möglichkeiten für viele nette Gespräche. Motiviert und fröhlich machten sich alle Landfrauen am Freitag wieder auf dem Heimweg.

Passender und „glücklicher“ hätte der Auftakt in das LandFrauenjahr 2026 nicht sein können. Ein paar zarte Sonnenstrahlen wagen sich am Morgen des 10. Januar 2026 durch winterlich schneeverhangene Wolken und lassen den Saal in Thöles Hotel passend zur traditionellen Frühstücksveranstaltung des LandFrauenvereins Hoya in einem zuversichtlich hellen Licht erstrahlen. „Prost auf ein glückliches und gesundes Jahr 2026“ begrüßt die erste Vorsitzende Imke Wicke die rund 100 LandFrauen (und einige Herren), die trotz widriger Straßenverhältnisse den Weg zu einem gemeinsamen Frühstück nach Dedendorf gefunden haben.
„Sturmtief Elli hat uns größtenteils verschont, Glück gehabt“, so freut sich Imke Wicke und bedankt sich gleichzeitig beim Team Thöle für die hervorragende Kooperation, denn noch in den Vormittagsstunden des Vortages seien Abmeldungen kostenfrei möglich gewesen.
Aber auch Imke Wicke erhält ein großes Dankeschön von der stellvertretenden Vorsitzenden Kirsten Schneermann. Im Namen des gesamten Vorstands überreicht sie der erstenen Vorsitzenden einen Blumenstrauß als Anerkennung für die hervorragende Vorstandsarbeit im abgelaufenen Jahr.

Das Thema „Glück“ zieht sich nach dem Frühstück durch den Vormittag, denn die „Glückslehrerin“ Martina Belling, angereist aus dem beschaulichen Ort Kleefeld im Ammerland, nimmt die Gäste mit auf eine Aufklärungstour durch das Phänomen „Glück“. Die in Leer geborene Referentin war Berufsschullehrerin. Ihr Versuch das Schulfach “Glück“ an Schulen zu etablieren, blieb ungehört. Den Job als Lehrerin hängte sie an den Nagel, engagiert sich nunmehr in der Sterbebegleitung, arbeitet als Trauerrednerin, ist Erfinderin des Brettspiels „Spiel dich glücklich“, schreibt Bücher und klärt in Vorträgen und Seminaren über "Glück" auf.
Ist es nun ein Zustand, ein Gefühl, ein Moment, ein Traum oder ein Wunsch? Glück stehe oft am Ende einer Leistung, so zumindest ließen es viele Sprichwörter glauben lassen. „Ohne Fleiß kein Preis!“, „Lehrjahre sind keine Herrenjahre!“, „Wer schön sein will, muss leiden!“ oder „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ Davon sollten sich die LandFrauen lösen und Glück auch ohne Leistung zulassen. Bereits in der Erziehung würde dem Menschen suggeriert zu welcher Leistung er fähig sei bzw. nicht. Aus ihrer eigenen Kindheit berichtet die Referentin, dass ihr eingeredet worden sei, sie sei unsportlich. Also habe sie sich sportlich nicht betätigt und sei nun wirklich unsportlich.
Die Gedanken beeinflussten die Gefühle und die Gefühle hätten Einfluss auf das Körpergefühl. Zwischen 60.000 und 80.000 Gedanken habe ein Mensch am Tag, 80 Prozent davon seien immer die Gleichen. Das Gehirn sei faul, aber kein Mensch sei zu alt, um dies abzustellen und um neu anzufangen. „Werden Sie blöde Gedanken über sich selbst los!“, dies ein Tipp der Kleefelderin, genauso wie der Ultimativecode für Gelassenheit „Is so!“. „Sie sind der Mensch, mit dem Sie das ganze Leben zusammen sind, deshalb leben Sie gemäß dem Motto `Ich bin die Liebe meines Lebens!`.“ Ganz praktisch könne man Glückserlebnisse auf kleine Zettel aufschreiben und über das Jahr in einem hübschen Glas sammeln. Und Martina Belling versichert, beim Lesen dieser Erlebnisse kämen Glücksgefühle auf und mit jedem Lachen über das Erlebte sterbe ein Problem. © Texte Ina Homfeld
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Die Veranstaltungen finden z.T. in pädagogischer Verantwortung der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB) statt.
