Rückblick 2024

Küchenschlacht Hamburg - live dabei

Die fertigen Menüs © J. Trumpke
Die fertigen Menüs © J. Trumpke

Die Hansestadt Hamburg lockt nicht nur mit Sehenswürdigkeiten wie der Elbphilharmonie, den Landungsbrücken oder dem Museumsschiff Rickmer sondern ist auch Sitz zahlreicher TV-Produktionen. Dazu gehört auch die „Küchenschlacht“, die das ZDF auf dem Gelände Phoenixhof in Hamburg-Altona aufnimmt. 33 Hoyaer LandFrauen durften jetzt bei einer Aufzeichnung dabei sein. Schon vor dem Besuch des Studios wurde der Dresscode ausgegeben, denn nicht jede Kleidung ist kameratauglich. Nach einem kleinen Begrüßungstrunk wurden die Hoyaer Gäste im Studio platziert und dann informierte ein „Warm-Upper“ die Zuschauer über die Abläufe während und nach der Sendung, klärte über den „zielführenden Applaus“ auf und sorgte für die richtige Stimmung. Erst nach dieser Übung betraten die eigentlichen Stars der Kochshow die Bühne, der Fernsehkoch Björn Freitag und der Juror Richard Rauch aus Österreich. Und endlich hieß es „an die Töpfe – fertig -los“. Nicht nur am Duft der Speisen durften die LandFrauen partizipieren, auch konnten nach Beendigung der Aufzeichnung kleine Kostproben genommen werden. Alles in allem dauerte die Aufzeichnung gut eine Stunde, von denen letztendlich nur 45 Minuten am Ostermontag über den Monitor gehen.

 

Der Studiobesuch war eingebettet in Freizeit an den St. Pauli Landungsbrücken, in der schon das eine oder andere Fischbrötchen den Besitzer wechselte, und einer Kaffeetafel in Oelkers Hofcafe in Wenzendorf.

Think Big - eine Landschaftsarchitektin zieht in die große Welt

Dipl. Ing. Isabel Zempel (links)  mit Kerstin Gissel vom Vorstand des LFV Hoya
Dipl. Ing. Isabel Zempel (links) mit Kerstin Gissel vom Vorstand des LFV Hoya

Unter „Landschaftsarchitektur“ wird landläufig das Entwerfen, die Planung und die Umgestaltung von nicht bebautem Raum verstanden. Aber darum geht es nicht allein, das stellt Dipl. Ingenieurin Isabel Zempel aus Asendorf den rd. 70 Hoyaer LandFrauen in Thöles Hotel mit ihrer Multimedia-Show und der Darstellung ihres beruflichen Werdeganges eindrucksvoll dar. „Feel, talk, eat, smell and see“, diese fünf Sinne seien notwendig, um die Bedürfnisse der Menschen, die Kultur und das Klima eines fremden Landes zu verstehen. Erst mit dieser Kenntnis könne mit der Planung begonnen werden. Ihr beruflicher Weg führte nach dem Studium in Osnabrück, einem beruflichen Intermezzo in Hamburg und einem Workshop in der Schweiz, angeboten von zwei der seinerzeit einflussreichsten Gartenarchitektur schaffenden Persönlichkeiten, Martha Schwartz und Peter Walker, in die USA. „Aus einem dreiwöchigem Workshop wurden 22 Jahre“, stellt Isabel Zempel schmunzelnd heraus. Weltweit sei sie danach unterwegs gewesen, um einzigartige Projekte zu begleiten. Dazu gehöre beispielsweise der Riverwalk in Chicago, eine 2,25 Meilen lange Fußgängerpromenade, die am Südufer des Chicago-River entlangführt und den verschiedensten Freizeitbedürfnissen gewidmet ist, gleichzeitig aber auch den regelmäßigen Überflutungen trotzt. Die Diplomingenieurin zeigt anhand dieses Beispiels Parallelen zum Weserufer in Hoya und dem dort innewohnenden Potential auf. Ihr Beruf sei anstrengend gewesen. In einem Arbeitsvertrag habe gestanden, dass sie 75% ihrer Arbeitszeit im Flugzeug und im Ausland und nur 25% im Büro zu verrichten habe, so die Asendorferin. Aber auch die Ideen einiger Scheichs in den VAE hinsichtlich künstlicher Schneefontänen in der Wüste oder zehntausender Rosenkugeln auf einem See, die vom Weltall aus gesehen werden könnten, hätten sie zu ihrer eigentlichen Berufung, Garten und Kultur zu verbinden, zurückgebracht. Letzteres könne sie nun auf dem elterlichen „Eichenhof“ in Asendorf verwirklichen.

 

Das Gesicht, die kleinste Bühne der Welt

v.l.: Imke Wicke und Ilona Weirich
v.l.: Imke Wicke und Ilona Weirich

„Menschen mit großen Nasen stehen gerne in der ersten Reihe“, so beginnt Ilona Weirich aus Hannover ihren Vortrag „Das Gesicht, die kleinste Bühne der Welt“ im Gasthaus Uhlhorn in Asendorf. Knapp 170 Gäste sind der Einladung des Vorstands des LandFrauenvereins Hoya gefolgt und stoßen zuerst einmal auf das noch junge Jahr 2024 an.

 

Physiognomie bezeichnet den Versuch, methodisch aus der körperlichen Erscheinung des Menschen, hier insbesondere dem Gesicht, zu lesen, Persönlichkeitsmerkmale herauszustellen oder Charakterzüge zu erkennen. Dabei spielten beispielsweise die Gesichtsform und die Nase sowie Mund, Ohren und Kinn eine Rolle, so die Referentin. Bei ihren Erkenntnissen orientiere sie sich an Carl Huter (1861-1912), einer der bekanntesten Begründer der Gesichtsdiagnose. Nach ihm würde in drei Grundnaturelle unterschieden, dem Bewegungsnaturell, dem Empfindungsnaturell und dem Ruhenaturell. Aber jeder Mensch sei ein Mischtyp, betont Ilona Weirich immer wieder und veranschaulicht dies an verschiedenen Gesichtern aus dem öffentlichen Leben, indem sie visuell rechte bzw. linke Gesichtshälften zu einem Gesicht kombiniert. Gerade an diesen Bespielen werden die vermeintlich verschiedenen Charakterzüge augenscheinlich. Auch verändere sich im Laufe eines Lebens mit den modifizierten Aufgaben und Erfahrungen das Gesicht. „Wie wir unsere Gefühle leben und verdauen, sehen wir am Mund“, stellt Weirich heraus. So könnten aus vollen Lippen, ein Ausdruck der Leidenschaft, im Laufe der Jahre schmale Lippen werden, die eher für einen festen Charakter sprächen. Mit kleinen Geschichten und Beispielen, auch über sich selbst, hat die Hannoveranerin die Lacherinnen auf ihrer Seite, sicherlich auch wegen des Wiedererkennungscharakters der einen oder anderen Situation. Begeisterung aber auch Vorbehalte über die dargestellten Theorien nehmen die LandFrauen mit auf ihren Heimweg.