Rückblick 2024

Radtour rund um Cloppenburg

Zur ersten Tagesradtour im Jahr 2024 starteten im Mai

24 Landfrauen nebst Partnern. Zuerst ging es mit Bus und Radanhänger bis zum Museumsdorf Cloppenburg. Von hier steuerten die Hoyaer Gäste zunächst den ehemaligen Bahnhof Varrelbusch an. Die Bahnstrecke Cloppenburg-Friesoythe galt im 2. Weltkrieg als strategisch wichtig und daher verwundbar. Deshalb wurden in der Nähe einiger Bahnhöfe Deckungsröhren für den Fall eines feindlichen Luftangriffs gebaut. Einer dieser Splitterschutzbunker ist noch vorhanden, wenn auch nicht mehr begehbar, und konnte begutachtet werden. Der Flugplatz Varrelbusch sowie der nahegelegene Golfplatz waren weitere Ziele, bevor auf dem Deich der Thülsfelder Talsperre die Schären- und Seenlandschaft genossen werden konnte. Reiseleiter Dietmar Göthert informierte über die Entstehung der Moor- und Heidelandschaft rund um die Talsperre und insbesondere über die Wehsanddünen, die noch präsent sind. Auf "hügeligen" Wegen führte daher der Radweg zur Mittagspause nach Dwergte. Schon hier kamen einige Gartenliebhaber auf ihre Kosten. Eine individuelle Gartenführung erlebten die LandFrauen zum Abschluss der Tour auf dem historischen Hof von Anna und Richard Sontag in Nutteln. Ein kleines Paradies, umrahmt von einem alten Baumbestand. Keine Frage zu Pflanzen ließ die Hausherrin unbeantwortet. Nach der Kaffeetafel waren die Fahrräder schon im Busanhänger verladen und es ging Richtung Heimat. 50 km zeigten die Tachos der Räder an diesem Tag an.

Schnuppergolfen

Mitte Mai besuchten neun Hoyaer Landfrauen den Golf Club Verden e.V. und absolvierten einen kleinen „Schnupperkurs“.

 

Mit viel Interesse folgten die Frauen den Anweisungen des Golflehrers Mike und hatten viel Spaß dabei. Welche Golfschläger gibt es, wofür nimmt man den Putter und wofür die Weges? Welche Regeln müssen auf einem Golfplatz eingehalten werden?

 

Für das Erlernen von Basics waren zwei Stunden eingeplant. Die Kenntnisse reichten zum Abschluss des Kurses schon für einen kleinen Wettkampf.

 

Bei einem Getränk wurde zum Abschied noch über das Erlernte angeregt diskutiert .

Betriebsbesichtigung bei der Firma Miele in Gütersloh

Die Firmenphilosophie der Firma Miele lautet seit der Gründung im Jahre 1899 „immer besser“. Dass dieser Slogan noch heute noch die Unternehmensstrategie begleitet, davon konnten sich Mitte April 46 LandFrauen (und -männer) anlässlich einer Betriebsbesichtigung am Standort Gütersloh überzeugen. Die Möglichkeit einen Blick in dieses renommierte Unternehmen zu werfen, hatte Heike Heitmann, selbst LandFrau im Hoyaer Verein, über die in Hassel ansässige Firma Heitmann Haustechnik GmbH hergestellt.

Im Gerätewerk Gütersloh, dem ältesten Standort der Firma Miele, werden Waschmaschinen und Wäschetrockner produziert. Hier erlebten die LandFrauen während des Produktionsprozesses die Entstehung einer Waschmaschine von der Vorfertigung, dem Presswerk bis zur Endmontage. Aber auch der Rundgang durch das Miele-Museum, das ausführlich und anschaulich die Geschichte des Konzerns spiegelt, beeindruckte die Hoyaer Gäste. Besonders die Älteren unter ihnen bestätigten die enorme Entlastung, insbesondere für die Frauen auf dem Land, die einst die von Carl Miele und Reinhard ZinkannWas entwickelten Milchzentrifugen und Holzbottich-Waschmaschinen in den Gründungsjahren bis in die Nachkriegszeit mit sich brachten. Nach dem vierstündigen Rundgang blieb für die 1.000qm Showroom, in dem die aktuellen Produkte für Küche und Haushalt präsentiert werden, nur noch wenig Zeit. Zum Abschluss des Tages vergnügten sich die LandFrauen mit Eis, Kuchen und Kaffee und einem Spaziergang durch den Kurgarten in Bad Oeynhausen.

Basenfasten im Haus am Steinberg in Goslar

"Was für eine großartige Woche", so das Resümee der zwölf Teilnehmerinen des Seminars "Basenfasten" im Bildungshaus Zeppelin & Steinberg in Goslar. Neben dem Fasten standen eine Woche Wandern, Yoga und wohltuende Gespräche auf dem Programm. "Ein voller Erfolg, denn innerlich geputzt und äußerlich gestärkt", so blicken die Hoyaer Gäste auf diese Woche und kehrten "mit einem leichteren Gefühl" in die Heimat zurück. 

Alte Stühle im neuen Design

Einen tollen Workshop erlebten die LandFrauen bei "Lüdkes" in Hämelhausen. Einen Stuhl und eine Gartenschere, mehr hatten die Teilnehmerinnen nicht dabei, als es den Stühlen im wahrsten Sinne des Wortes an den Kragen ging. Es wurde geschliffen, neu gestrichen, gebohrt und gedrahtet. Und so wurde mit der passenden Deko, viel Grün und frischen Blumen aus jedem alten Stuhl ein wunderschönes Unikat. Die Ideen dazu sowie hilfreiche Tipps und Anregungen bei der Ausführung hatten Kerstin Lüdke und ihre Schwiegertochter Katharina. Sie sorgten auch für das leibliche Wohl. "Ein rundum gelungener Tag", so das Resümee der kreativen Gruppe.

Jahreshauptversammlung

120 Mitglieder waren der Einladung zur Jahreshauptversammlung des LandFrauenvereins Hoya 2024 gefolgt. Erfreut zeigte sich die erste Vorsitzende Imke Wicke über die steigende Mitgliederzahl. 887 Mitglieder hatte der Verein zum Stichtag, 19 Abgängen standen im Jahr 2023 34 Neueintritte gegenüber. Die ordnungsgemäße Ladung sowie das Protokoll wurden genehmigt, bevor die Schriftführerin Erika Meyer sehr anschaulich die Tätigkeiten des Vereins im abgelaufenen Jahr vortrug. Kassenführerin Astrid Schwecke stellte die Kassenbericht dar. "Zwar ein Minus, aber noch verträglich!", so ihre Bewertung der Kassenlage. Nach den Ehrungen, Verabschiedungen der scheidenden Vorstandsmitglieder und Ortsvertreterinnen, der Berufung neuer Vertreterinnen der Ortschaften, den Wahlen und der Kaffeetafel ging es anschließend um die Änderung der Satzung. Ina Homfeld stellte die bisherige Satzung und die geplante Neuerung gegenüber. Sowohl der geplanten Änderung der Satzung als auch der Wahlordnung wurde ohne Gegenstimmen und Enthaltungen zugestimmt. 

Ehrungen

Auf fünfzig Jahre Mitgliedschaft im LandFrauenverein Hoya blicken (von links)

  • Annegret von Ohlen aus Hassel (Bezirk 1)
    und
  • Friedchen Ziegenhirt aus Hoya (Bezirk 2)

zurück.

Friedchen Ziegenhirt war selbst etliche Jahre im Vorstand tätig, als Beisitzerin im Bezirk 2 und von 1981 bis 1992 als Schriftführerin. "Damals gab es keine Computer, die Protokolle wurden noch mit der Hand geschrieben!", führte die Jubilarin aus.

Imke Wicke überreichte als Dank für die langjährige Treue zum Verein kleine Blumengrüße.

 

Helga Bolte, Bruchhausen-Vilsen (Bezirk 10) und Wilfriede Wienbergen, Asendorf-Arbste (Bezirk 5) wurden in Abwesenheit geehrt.

 

 

 

Verabschiedung Ortsvertreterinnen

Als Ortsvertreterinnen wurden verabschiedet (von links):

  • Gunda Meyer
    bisher zuständig im Bezirk 8 für Magelsen
  • Annegret Immoor
    bisher Ortsvertreterin im Bezirk 10 für Berxen
  • Carola Seidel
    aus Hoya und Ortsvertreterin im Bezirk 2
  • Ingelore Mügge
    bisher Ortsvertreterin im Bezirk 10 für Vilsen

Als Dankeschön für die teilweise über Jahrzehnte währenden Dienste für den LandFrauenverein Hoya erhielten die ausscheidenden Ortsvertreterinnen einen großen Bienenstecker.

In Abwesenheit verabschiedet wurden

  • Christa Nienierza
    bisher Ortsvertreterin im Bezirk 1 für Eystrup
  • Elke Werner
    aus Hoya und Ortsvertreterin im Bezirk 2

Berufung neue Ortsvertreterinnen

Neu in das Amt als Ortsvertreterin berufen wurden auf der Jahreshauptversammlung

  • Silvia Coors
    im Bezirk 10 für Berxen
  • Marlene Grafe-Schröder
    im Bezirk 2 für Hoya

Mit einem kleinen Blumenstrauß begrüßte Imke Wicke die Ortsvertreterinnen und wünschte ihnen viel Spaß in ihrem neuen Betätigungsfeld.

 

Außerdem in Abwesenheit berufen wurden

  • Christine Scharnhusen
    im Bezirk 1 für Eystrup
  • Annemarie Leiding
    im Bezirk 1 für Gandesbergen
  • Hilke Rippe
    im Bezirk 8 für Eitzendorf und Magelsen
  • Anja Stellmann
    im Bezirk 10 für Vilsen

Verabschiedungen aus dem Vorstand

Marlene Grafe-Schröder

Tränenreich war die Verabschiedung der stellvertretenden Vorsitzenden Marlene Grafe-Schröder aus Hoya. "Marlene lebt LandFrauen", so Imke Wicke bei der Verabschiedung. Auf 14 Jahre Vorstandstätigkeit kann Marlene Grafe-Schröder zurückblicken, zunächst als Beisitzerin des Bezirks 2 und seit 2019 als stellvertretende Vorsitzende. In ihrer Heimatgemeinde Hoya standen die Abendradtouren auf ihrer Agenda, aber auch für die Reisen, Tagestouren und kulturellen Veranstaltungen zeigte Marlende Grafe-Schröder sich verantwortlich. Auf die Frage der ersten Vorsitzenden an die Versammlung, wer schon mal eine Fahrt mit Marlene unternommen habe, gingen sehr viele Finger in die Höhe. Die Hoyaerin bereicherte den Vorstand durch innovative Ideen, Präsenz bei vielen Veranstaltungen vor Ort aber auch überregional.

Marlene Grafe-Schröder bedankte sich bei ihren Mitstreiterinnen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aber auch bei ihrem Ehemann für die Unterstützung daheim.

Als besondere Auszeichnung für dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement erhielt Marlende Grafe-Schröder vom Landesverband die silberne Biene mit dem grünen Stein.

Annette Derboven

Auf 12 Jahre Vorstandstätigkeit blickt Annette Derboven aus Helzendorf zurück. 2012 in den Vorstand gewählt stand sie als Beisitzerin dem Bezirk 4 mit den Ortschaften Calle, Helzendorf, Nordholz und Warpe vor. Neben den Aktionen mit ihren LandFrauen vor Ort brachte sie sich in der landesweiten Aktion „Landwirtschaft für kleine Hände“ ein und ließ Kindern die Landwirtschaft auf ihrem Hof Bünkemühle in Helzendorf erleben. Annette Derboven begleitete die eine oder andere Tour der LandFrauen und gewährte für das vielseitige Eqiupment des LandFrauenvereins "Asyl" auf ihrem Hof. Heike Hustedt vom Kreisverband der LandFrauenvereine Grafschaft Hoya e.V. überreichte Annette Derboven eine Dankesurkunde des Landverbandes.

Petra Meyer

Nach 12 Jahren Vorstandstätigkeit wurde Petra Meyer aus Harmissen aus dem Vorstand verabschiedet. Sie hatte die Geschicke des Bezirks 10 mit den Ortschaften Berxen, Bruchhausen-Vilsen, Süstedt und Uenzen geleitet. Neben den vielen Aktionen in ihrem Bezirk hat Petra Meyer in ihrer Amtszeit etliche Tagesausflüge der LandFrauen begleitet und sich immer für den Büchertisch verantwortlich gezeigt. "Petra war immer zur Stelle, wenn Hilfe und Unterstützung gefragt war", so das Resümee der ersten Vorsitzenden in der Abschiedslaudatio. Persönliche Gründe hätten zum Aufhören geführt, so Petra Meyer, trotzdem schaue sie dankbar auf diese 12 Jahre Vorstandsarbeit zurück, die geprägt gewesen seien von guter Gemeinschaft und einem tollen Miteinander.

Für ihre langjährige Tätigkeit erhielt Petra Meyer eine Urkunde des Niedersächsischen LandFrauenverbandes.

Neu gewählt in den Vorstand

Gleich vier Posten waren im Vorstand des LandFrauenvereins Hoya neu zu besetzen.

  • Kirsten Schneermann aus Eystrup
    übernimmt das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden. Gemeinsam mit Ina Homfeld wird sie dieses Amt besetzen. Kirsten Schneermann wurde in Abwesenheit gewählt, hatte aber im Vorfeld bereits ihre Zustimmung zur Übernahme des Amtes erklärt.
  • Linda Ostermann aus Hoya
    wird Beisitzerin für den Bezirk 2 und übernimmt nunmehr die Aufgaben von Marlene Grafe-Schröder.
  • Iris Rohlfs aus Helzendorf
    beerbt Annette Derboven. Sie wurde als Beisitzerin für den Bezirk 4 mit den Ortschaften Calle, Helzendorf, Nordholz und Warpe gewählt.
  • Christel Stampe aus Bruchhausen-Vilsen
    steht ab sofort dem Bezirk 10 mit den Ortschaften Berxen, Bruchhausen, Süstedt, Uenzen und Vilsen vor. Sie übernimmt das Amt von Petra Meyer.

Freundinnen-Kino-Abend am Internationalen Frauentag

Fingerfood zum Auftakt des Freundinnen-Abend
Fingerfood zum Auftakt des Freundinnen-Abend

Den Internationalen Frauentag 2024 nahmen der LandFrauenverein Hoya in Kooperation mit dem SoVD Hoya und den Gleichstellungsbeauftragten der Samtgemeinden Hoya und Bruchhausen-Vilsen wieder einmal zum Anlass, einen "Filmabend für Freundinnen" im Filmhof Hoya anzubieten. Der große Zuspruch mit 130 Anmeldungen unterstrich die Bedeutung dieses Tags, an dem weltweit auf Frauenrechte, die Gleichstellung der Geschlechter und bestehende Diskriminierungen aufmerksam gemacht wird. Mit einem Glas Sekt und von den LandFrauen organisierten Fingerfood begann der Abend mit guten Gesprächen und einem Austausch über die Besonderheit dieses Tages. Über die Leinwand lief im Anschluss der Film „Maria Montessori“, ein Sozialdrama von Léa Todorov. Die Hauptrolle besetzt Leila Bekhti. Der Film zeigt einen Abschnitt aus dem Leben Maria Montessoris, in dem sie überzeugend nicht nur um die Anerkennung ihrer Lernmethoden kämpft sondern auch um die Rechte der Frauen sowie körperlich und geistig beeinträchtigter Kinder.

Musical "Hello, Dolly" im Theater am Goetheplatz in Bremen

„Hello, Dolly“, ein mitreißendes Musical mit der Musik und den Gesangstexten von Jerry Herman, basierend auf dem Buch von Michael Stewart, das erlebten jetzt die Hoyaer LandFrauen im Theater am Goetheplatz in Bremen. Gayle Tufts, eine in den USA geborene und in Deutschland lebende Entertainerin, bekannt insbesondere durch ihr „Denglisch“, besetzte die Hauptrolle der Dolly Levi. Nicht weniger überzeugte Christoph Heinrich in der Rolle des Geizhalses Vandergelder. Chor und Tänzer sowie die Bremer Philharmoniker komplettierten den amüsanten und kurzweiligen Ausflug in die Hansestadt an der Weser. Zum Ausklang des Tages stärkten sich die Hoyaer im Restaurant „Nobel“ in Moordeich. Bei hervorragenden Speisen wurde sich die eine oder andere Szene aus „Hello Dolly“ nochmals vergegenwärtigt.

Schnupperkurs Orientalischer Tanz

An drei Abenden im Februar trafen sich interessierte LandFrauen, um in die Kunst des orientalischen Tanzes hineinzuschnuppern. Da der geplante Raum im Gemeindezentrum in Hoya nicht zur Verfügung stand, fanden die Abende kurzerhand im Wohnzimmer der Dozentin Ilse Harms statt. Es war recht eng, aber dadurch wurden automatisch die gut isolierten Bewegungen aus der Körpermitte gefördert. Mit Konzentration, Ehrgeiz und viel Spaß waren alle Tänzerinnen bei der Sache und versuchten neue Bewegungsabläufe zu erarbeiten. Hüftschwung, Brustkorbkreisen, Kopfgleiten und Achten in jeder Form. Einzelne Körperteile können wie Schubladen verschoben werden, diese Erfahrungen machten die Teilnehmerinnen. Dazu sollten die Füße im Takt sein, die Arme, Hände und Finger die innerkörperlichen Bewegungen betonen oder rahmen und auch der Gesichtsausdruck musste noch beachtet werden. Puh, das ist ganz schön viel auf einmal, so das einstimmige Resümee. Es hat viel Spaß gemacht und dies in toller Gemeinschaft. Diese drei Abende waren ein Einblick und viele der Frauen wollen weitermachen. Also dann auf zu neuen spannenden Erfahrungen, wozu ein Körper fähig ist.

Küchenschlacht Hamburg - live dabei

Die fertigen Menüs © J. Trumpke
Die fertigen Menüs © J. Trumpke

Die Hansestadt Hamburg lockt nicht nur mit Sehenswürdigkeiten wie der Elbphilharmonie, den Landungsbrücken oder dem Museumsschiff Rickmer sondern ist auch Sitz zahlreicher TV-Produktionen. Dazu gehört auch die „Küchenschlacht“, die das ZDF auf dem Gelände Phoenixhof in Hamburg-Altona aufnimmt. 33 Hoyaer LandFrauen durften jetzt bei einer Aufzeichnung dabei sein. Schon vor dem Besuch des Studios wurde der Dresscode ausgegeben, denn nicht jede Kleidung ist kameratauglich. Nach einem kleinen Begrüßungstrunk wurden die Hoyaer Gäste im Studio platziert und dann informierte ein „Warm-Upper“ die Zuschauer über die Abläufe während und nach der Sendung, klärte über den „zielführenden Applaus“ auf und sorgte für die richtige Stimmung. Erst nach dieser Übung betraten die eigentlichen Stars der Kochshow die Bühne, der Fernsehkoch Björn Freitag und der Juror Richard Rauch aus Österreich. Und endlich hieß es „an die Töpfe – fertig -los“. Nicht nur am Duft der Speisen durften die LandFrauen partizipieren, auch konnten nach Beendigung der Aufzeichnung kleine Kostproben genommen werden. Alles in allem dauerte die Aufzeichnung gut eine Stunde, von denen letztendlich nur 45 Minuten am Ostermontag über den Monitor gehen.

 

Der Studiobesuch war eingebettet in Freizeit an den St. Pauli Landungsbrücken, in der schon das eine oder andere Fischbrötchen den Besitzer wechselte, und einer Kaffeetafel in Oelkers Hofcafe in Wenzendorf.

Think Big - eine Landschaftsarchitektin zieht in die große Welt

Dipl. Ing. Isabel Zempel (links)  mit Kerstin Gissel vom Vorstand des LFV Hoya
Dipl. Ing. Isabel Zempel (links) mit Kerstin Gissel vom Vorstand des LFV Hoya

Unter „Landschaftsarchitektur“ wird landläufig das Entwerfen, die Planung und die Umgestaltung von nicht bebautem Raum verstanden. Aber darum geht es nicht allein, das stellt Dipl. Ingenieurin Isabel Zempel aus Asendorf den rd. 70 Hoyaer LandFrauen in Thöles Hotel mit ihrer Multimedia-Show und der Darstellung ihres beruflichen Werdeganges eindrucksvoll dar. „Feel, talk, eat, smell and see“, diese fünf Sinne seien notwendig, um die Bedürfnisse der Menschen, die Kultur und das Klima eines fremden Landes zu verstehen. Erst mit dieser Kenntnis könne mit der Planung begonnen werden. Ihr beruflicher Weg führte nach dem Studium in Osnabrück, einem beruflichen Intermezzo in Hamburg und einem Workshop in der Schweiz, angeboten von zwei der seinerzeit einflussreichsten Gartenarchitektur schaffenden Persönlichkeiten, Martha Schwartz und Peter Walker, in die USA. „Aus einem dreiwöchigem Workshop wurden 22 Jahre“, stellt Isabel Zempel schmunzelnd heraus. Weltweit sei sie danach unterwegs gewesen, um einzigartige Projekte zu begleiten. Dazu gehöre beispielsweise der Riverwalk in Chicago, eine 2,25 Meilen lange Fußgängerpromenade, die am Südufer des Chicago-River entlangführt und den verschiedensten Freizeitbedürfnissen gewidmet ist, gleichzeitig aber auch den regelmäßigen Überflutungen trotzt. Die Diplomingenieurin zeigt anhand dieses Beispiels Parallelen zum Weserufer in Hoya und dem dort innewohnenden Potential auf. Ihr Beruf sei anstrengend gewesen. In einem Arbeitsvertrag habe gestanden, dass sie 75% ihrer Arbeitszeit im Flugzeug und im Ausland und nur 25% im Büro zu verrichten habe, so die Asendorferin. Aber auch die Ideen einiger Scheichs in den VAE hinsichtlich künstlicher Schneefontänen in der Wüste oder zehntausender Rosenkugeln auf einem See, die vom Weltall aus gesehen werden könnten, hätten sie zu ihrer eigentlichen Berufung, Garten und Kultur zu verbinden, zurückgebracht. Letzteres könne sie nun auf dem elterlichen „Eichenhof“ in Asendorf verwirklichen.

 

Das Gesicht, die kleinste Bühne der Welt

v.l.: Imke Wicke und Ilona Weirich
v.l.: Imke Wicke und Ilona Weirich

„Menschen mit großen Nasen stehen gerne in der ersten Reihe“, so beginnt Ilona Weirich aus Hannover ihren Vortrag „Das Gesicht, die kleinste Bühne der Welt“ im Gasthaus Uhlhorn in Asendorf. Knapp 170 Gäste sind der Einladung des Vorstands des LandFrauenvereins Hoya gefolgt und stoßen zuerst einmal auf das noch junge Jahr 2024 an.

 

Physiognomie bezeichnet den Versuch, methodisch aus der körperlichen Erscheinung des Menschen, hier insbesondere dem Gesicht, zu lesen, Persönlichkeitsmerkmale herauszustellen oder Charakterzüge zu erkennen. Dabei spielten beispielsweise die Gesichtsform und die Nase sowie Mund, Ohren und Kinn eine Rolle, so die Referentin. Bei ihren Erkenntnissen orientiere sie sich an Carl Huter (1861-1912), einer der bekanntesten Begründer der Gesichtsdiagnose. Nach ihm würde in drei Grundnaturelle unterschieden, dem Bewegungsnaturell, dem Empfindungsnaturell und dem Ruhenaturell. Aber jeder Mensch sei ein Mischtyp, betont Ilona Weirich immer wieder und veranschaulicht dies an verschiedenen Gesichtern aus dem öffentlichen Leben, indem sie visuell rechte bzw. linke Gesichtshälften zu einem Gesicht kombiniert. Gerade an diesen Bespielen werden die vermeintlich verschiedenen Charakterzüge augenscheinlich. Auch verändere sich im Laufe eines Lebens mit den modifizierten Aufgaben und Erfahrungen das Gesicht. „Wie wir unsere Gefühle leben und verdauen, sehen wir am Mund“, stellt Weirich heraus. So könnten aus vollen Lippen, ein Ausdruck der Leidenschaft, im Laufe der Jahre schmale Lippen werden, die eher für einen festen Charakter sprächen. Mit kleinen Geschichten und Beispielen, auch über sich selbst, hat die Hannoveranerin die Lacherinnen auf ihrer Seite, sicherlich auch wegen des Wiedererkennungscharakters der einen oder anderen Situation. Begeisterung aber auch Vorbehalte über die dargestellten Theorien nehmen die LandFrauen mit auf ihren Heimweg.