Historische Stadtführung in Verden

Mehr als nur Pferde: Ein Streifzug durch Verdens Geschichte

© Uta Liekefeld
© Uta Liekefeld
21 LandFrauen aus dem Bezirk 3 des Hoyaer LandFrauenvereins erlebten Anfang Mai eine gleichermaßen informative wie gesellige Stadtführung durch die historische Altstadt von Verden. Der Rundgang bot weit mehr als nur trockene Fakten und begeisterte die Teilnehmenden mit spannenden Einblicken in die Stadtgeschichte.
Der Startschuss fiel am Rathaus, wo die Gruppe zunächst das Geheimnis hinter dem Namen „Verden“ lüftete: Dieser leitet sich vom alten Wort für Furt ab und verweist auf die zentrale Bedeutung als Flussübergang. Besonders faszinierend war die Erzählung über die langjährige Teilung der Stadt. Über Jahrhunderte existierten die Norderstadt rund um das Rathaus und die Süderstadt am Dom als zwei getrennte Einheiten – jeweils durch eigene Ringmauern geschützt. Erst im Jahr 1653 gelang es der schwedischen Königin Christina, die Stadtteile zu vereinen und die trennenden Mauern endgültig fallen zu lassen.
Natürlich durfte auch das Thema Pferde nicht fehlen, das Verden weltweit bekannt gemacht hat. Die Bücker LandFrauen erfuhren Beeindruckendes aus der „Reiterstadt“: Von den Anfängen der Turniere um 1900 bis hin zu den heutigen Elite-Auktionen, bei denen Spitzenpferde bereits für die Rekordsumme von zwei Millionen Euro den Besitzer wechselten.
Für Erstaunen sorgte ein weniger bekannter prominenter Gast der Stadt: John Lennon. Das Denkmal in der Nähe der Aller erinnert heute daran, dass die Musiklegende hier einst für einen Anti-Kriegsfilm vor der Kamera stand.
Ein gemütliches Kaffeetrinken mit einem guten Austausch rundete den Nachmittag ab.