Frühstücksveranstaltung mit der Glückslehrerin Martina Belling

"Höre nie auf anzufangen, fange nie an aufzuhören"

©Ina Homfeld
©Ina Homfeld

Passender und „glücklicher“ hätte der Auftakt in das LandFrauenjahr 2026 nicht sein können. Ein paar zarte Sonnenstrahlen wagen sich am Morgen des 10. Januar 2026 durch winterlich schneeverhangene Wolken und lassen den Saal in Thöles Hotel passend zur traditionellen Frühstücksveranstaltung des LandFrauenvereins Hoya in einem zuversichtlich hellen Licht erstrahlen. „Prost auf ein glückliches und gesundes Jahr 2026“ begrüßt die erste Vorsitzende Imke Wicke die rund 100 LandFrauen (und einige Herren), die trotz widriger Straßenverhältnisse den Weg zu einem gemeinsamen Frühstück nach Dedendorf gefunden haben.

 

„Sturmtief Elli hat uns größtenteils verschont, Glück gehabt“, so freut sich Imke Wicke und bedankt sich gleichzeitig beim Team Thöle für die hervorragende Kooperation, denn noch in den Vormittagsstunden des Vortages seien Abmeldungen kostenfrei möglich gewesen.

 

Aber auch Imke Wicke erhält ein großes Dankeschön von der stellvertretenden Vorsitzenden Kirsten Schneermann. Im Namen des gesamten Vorstands überreicht sie der erstenen Vorsitzenden einen Blumenstrauß als Anerkennung für die hervorragende Vorstandsarbeit im abgelaufenen Jahr.  

Glückslehrerin Martina Belling ©Ina Homfeld
Glückslehrerin Martina Belling ©Ina Homfeld

Das Thema „Glück“ zieht sich nach dem Frühstück durch den Vormittag, denn die „Glückslehrerin“ Martina Belling, angereist aus dem beschaulichen Ort Kleefeld im Ammerland, nimmt die Gäste mit auf eine Aufklärungstour durch das Phänomen „Glück“. Die in Leer geborene Referentin war Berufsschullehrerin. Ihr Versuch das Schulfach “Glück“ an Schulen zu etablieren, blieb ungehört. Den Job als Lehrerin hängte sie an den Nagel, engagiert sich nunmehr in der Sterbebegleitung, arbeitet als Trauerrednerin, ist Erfinderin des Brettspiels „Spiel dich glücklich“, schreibt Bücher und klärt in Vorträgen und Seminaren über "Glück" auf.

Ist es nun ein Zustand, ein Gefühl, ein Moment, ein Traum oder ein Wunsch? Glück stehe oft am Ende einer Leistung, so zumindest ließen es viele Sprichwörter glauben lassen. „Ohne Fleiß kein Preis!“, „Lehrjahre sind keine Herrenjahre!“, „Wer schön sein will, muss leiden!“ oder „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ Davon sollten sich die LandFrauen lösen und Glück auch ohne Leistung zulassen. Bereits in der Erziehung würde dem Menschen suggeriert zu welcher Leistung er fähig sei bzw. nicht. Aus ihrer eigenen Kindheit berichtet die Referentin, dass ihr eingeredet worden sei, sie sei unsportlich. Also habe sie sich sportlich nicht betätigt und sei nun wirklich unsportlich.

Die Gedanken beeinflussten die Gefühle und die Gefühle hätten Einfluss auf das Körpergefühl. Zwischen 60.000 und 80.000 Gedanken habe ein Mensch am Tag, 80 Prozent davon seien immer die Gleichen. Das Gehirn sei faul, aber kein Mensch sei zu alt, um dies abzustellen und um neu anzufangen. „Werden Sie blöde Gedanken über sich selbst los!“, dies ein Tipp der Kleefelderin, genauso wie der Ultimativecode für Gelassenheit „Is so!“. „Sie sind der Mensch, mit dem Sie das ganze Leben zusammen sind, deshalb leben Sie gemäß dem Motto `Ich bin die Liebe meines Lebens!`.“ Ganz praktisch könne man Glückserlebnisse auf kleine Zettel aufschreiben und über das Jahr in einem hübschen Glas sammeln. Und Martina Belling versichert, beim Lesen dieser Erlebnisse kämen Glücksgefühle auf und mit jedem Lachen über das Erlebte sterbe ein Problem.                                                                                                                                                                                                       © Texte Ina Homfeld