Rückblick 2023

Myanmar - Zauber des goldenen Landes

Andreas Proeve, Buchautor und Fotojournalist und seit 42 Jahren querschnittsgelähmt, führte die Hoyaer LandFrauen anlässlich der traditionellen Frühstücksveranstaltung zum Auftakt eines neuen Jahres in die zauberhafte Welt Myanmars.

 

Als „Frischling in der Community der Behinderten“ bereiste er erstmals 1986 das damalige Burma. Das Geld knapp, die Hosen zu kurz aber mit einem unbändigen Tatendrang, so der in Wathlingen im Landkreis Celle beheimatete Myanmarkenner, sei er in das heutige Myanmar eingereist. Das Land habe ihn derartig begeistert, dass er entgegen den damaligen Visabestimmungen, die eine maximale Aufenthaltsdauer von einer Woche vorsahen, absichtlich den Flug verpasst habe, um seinen Aufenthalt illegal ein paar Tage verlängern zu können. 30 Jahre sei er danach abstinent geblieben, aber in den Jahren 2014 bis 2016 habe ihn die Neugier und die Faszination Myanmars wieder gepackt.

 

Yagon, Bagan, Moulmein, Mandeley oder „der Goldene Fels“ in der Nähe des Städtchen Kyaikto sind nur einige Ziele, die der Wathlinger mit seinem Triebling ansteuerte. Shwedagon, die goldglänzende Pagode und das Wahrzeichen Myanmars, bedeckt mit einer sechzig Tonnen schweren Goldschicht, tausenden von Edelsteinen und einem 72 Karat schweren Diamanten als Spitze, überdimensionale Buddha-Statuen oder abertausende Pagoden täuschten aber nicht über die Unterdrückung durch das politische Regime und die Armut hinweg, berichtete der Wathlinger. Die Freundlichkeit der Menschen und ihr Lächeln machten vieles wieder Wett. In munterer Folge erzählte der Globetrotter von seinen Erlebnissen mit den Burmesen, der Hilfsbereitschaft beim Austausch der Reifen seines "Trieblings" - einem benzinbetrieben Antriebsgerät seines Rollstuhls- , seinen Erfahrungen beim Wasserfest anlässlich des Neujahrsfests oder dem Kauen der Betelnuss und den daraus entstehenden Hinterlassenschaften. Derzeit rät der Myanmarexperte von Reisen in das ehemalige Burma ab und verweist beispielsweise auf die entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi, die gerade in der letzten Woche zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt worden sei.

Neujahrskonzert in der Elbphilharmonie Hamburg

Fulminanter kann der Start in ein neues Jahr nicht erfolgen, als zu den Klängen des NDR Elbphilharmonie Orchester im Großen Saal der Elbphilharmonie direkt am Neujahrstag, darüber waren sich 43 Hoyaer LandFrauen und ihre Partner nach ihrem Besuch in diesem unverwechselbaren Wahrzeichen im Herzen der Hansestadt Hamburg einig. Über die 80m lange und 21m hohe Rolltreppe erreichten die Hoyaer Gäste die Plaza. Nach einem Rundgang inklusive Panoramablick auf das Lichtermeer des Hamburger Hafens ging es die schwungvoll gestaltete Treppe zum Großen Saal hinauf. Schon der Saal selbst eine Augenweide, die Akustik einmalig. Eine Suite aus „Der Rosenkavalier“ op. 59 von Richard Strauß, präsentiert vom NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Alan Gilbert, öffnete dann auch die Herzen. Es folgten ausgewählte Songs von George Gershwin und Margret Bonds, dargeboten von der Sopranistin Julia Bullock. "D’un matin de Printemps" von Lili Boulanger und das Werk von Maurice Ravel „La Valse – Poème chorégraphique pour Orchestre“ rundeten dieses einmalige Erlebnis ab.