Rückblick 2022

Durch den Wald mit allen Sinnen

Bei herrlich warmen Temperaturen machten sich 16 Frauen auf den Weg durch den Sellingsloh zu einem 2 stündigen Waldspaziergang der etwas anderen Art. Begleitet durch die Waldpädagogin und Forstwissenschaftlerin Tanja Wohlers aus Asendorf bekamen die Frauen viele Informationen über Endmoränen, die Burkhardhöhe mit sandig, lehmigen Untergrund und dem stinkenden Storchenschnabel. Wer hätte gedacht, dass die Schätzfrage nach der gesamten Waldfläche in Deutschland fast richtig beantwortet wurde? 30% Waldfläche hat Deutschland zu bieten, in Niedersachen gibt es 21% und in Nienburg 17%. Was ist denn nur unter „Waldbaden“ zu verstehen? Shinrin Yoku, eine in den 1980er Jahren in Japan entwickelte Methode, bezeichnet eine Art Waldwellness für die geistige und seelische Gesundheit. Allein das „Grün“ im Wald hat eine heilende Wirkung auf den gesamten Körper. Einhundertsechzig Jahre alte Buchen und Eichen wurden mit verbundenen Augen ertastet und die Lichtspiele der Baumkronen konnten durch einen Spiegel betrachtet werden. Es war ein wirklich inspirierender und interessanter Waldspaziergang, der Dank Frau Wohlers zu einem ganz besonderen Erlebnis wurde.

Große Moorrunde um den Bullensee - Wandertour

17 wanderfreudige LandFrauen erkundeten am 4. Mai bei herrlichem Wanderwetter die wunderschöne Umgebung des Bullensees bei Kirchlinteln. Die ca. 7,5 Kilometer lange Strecke, die 2021 als Deutschlands schönster Wanderweg ausgezeichnet wurde, ist toll angelegt. Die teils aufwändig mit Holzhäckseln befestigten Wege führen durchs Hochmoor mit üppigen Wollgrasflächen, durch Waldabschnitte und Heideflächen. Dank der sachkundigen Begleitung von Frau Quehl vom Tourismusverband des Landkreises Rotenburg erfuhren die Damen unterwegs allerlei Wissenswertes über die Entstehung und die Geschichte des Moores und der Wanderroute.

Es war ein rundum schöner Tag, der Lust auf neue Wandertouren macht!

Fit mit dem Pedelec

„Fit mit dem Pedelec“ hieß es Ende April. In einem Theorieteil erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in rechtliche und technische Aspekte. Dann ging es zur Praxisübung auf die Räder – natürlich mit Helm-. Mit Unterstützung von Ulli  Kohlhoff vom ADFC, Nicole Schuster von der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg und Werner Müller von der Verkehrswacht wurden Spurhalten, Schulterblick, plötzliches Bremsen und Ausweichmanöver trainiert.

Die Teilnehmer*innen waren begeistert von diesem Training. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sicherlich bei vielen Pedelecfahrerinnen und Pedelecfahrern ein solches Training erforderlich und sinnvoll wäre.

Naturfloristik - nicht nur zu Ostern

Anne Bunjes zeigt anhand eines Frühlingskranzes ihr Können (© I. Wicke).
Anne Bunjes zeigt anhand eines Frühlingskranzes ihr Können (© I. Wicke).

Gleich zweimal fand am 11.04.2022 der "Workshop zum Zuschauen" mit Anne Bunjes aus Edewecht auf dem Saal in Thöles Hotel statt. Vor den Augen der jeweils rd. 30 interessierten LandFrauen zauberte die gelernte Floristin florale Frühlingsdekorationen.

Anne Bunjes, nicht nur Floristin sondern auch Referentin an der niedersächsischen Gartenakademie in Rostrup, war mit interessanten Ideen bereits im Herbst zu Gast beim LandFrauenverein Hoya. Jetzt zeigte sie überzeugend, wie aus Naturmaterialien Dekorationen passend zum Frühling und zum Osterfest entstehen. Alles kann leicht zu Hause nachgearbeitet werden.

Ihr Motto lautet: “Die Natur ist unsere Inspiration.“

 

Die Edewechterin lebt mit Ihrer Familie auf einem renovierten Bauernhof umgeben von einem Naturgarten und einem 2ha großen Wildstaudenacker. Vor Ort bieten sie und ihr Mann auch jahreszeitlich floristische Vorträge an.

LandFrauen in Ghana - ein Projekt des DLV

 © I. Homfeld
© I. Homfeld

Petra Schröder, LandFrau aus Hiddenhausen im Kreis Herford, gewährte im Anschluss an die Jahreshaupt-versammlung 2022 einen Einblick in ein Entwicklungsprojekt, das sie als Vertreterin des Deutschen LandFrauenverbands in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Ghana begleitete. Dieses Projekt zielte auf die Stärkung der berufsständischen Interessen von Kleinbäuerinnen und Frauen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft Ghanas ab und sollte einen Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen im ländlichen Raum an wirtschaftlichen und persönlichen Entwicklungs-möglichkeiten leisten. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

 

Vier LandFrauen aus Deutschland, darunter die Referentin, machten sich auf nach Westafrika in die Volta-Region. Zuerst einmal ging es darum die Lage der Frauen vor Ort in Begleitung von vier ghanaischen Expertinnen zu sondieren. Sie bildeten deutsch-ghanaische Tandemteams und schulten Mulitplikatorinnen. Dabei standen Ernährung, Hygiene und Hausgärten im Vordergrund, aber auch die Stärkung der Position der Frau in der Gesellschaft und der Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks. Das so gebildete Wissen in Theorie und Praxis gaben diese Multiplikatorinnen an Frauen in der Region weiter. Am Ende wurden rd. 4.000 Frauen aus 40 verschiedenen Gemeinden geschult. Weitere rd. 100 Frauen haben nach Vorbild der deutschen LandFrauenbewegung gelernt ihre politischen Interessen vor Ort effektiv zu vertreten. Von dem Erfolg ihres Projekts konnten sich Petra Schröder mit ihrem Team nach Jahresfrist wieder vor Ort überzeugen und waren begeistert von dem Erfolg.

 © I. Homfeld
© I. Homfeld

Die Ostwestfälin nahm die Hoyaer LandFrauen mittels einer beeindruckenden Fotoschau mit auf eine Reise durch dieses gelungene Projekt. Anschauungsmaterial hatte sie in Form einer vor Ort geschmiedeten Hacke aber auch bunten Stoffen aus der Region im Gepäck. Aber auch in die positive und ausgelassene ghanaische Stimmung versuchte die Referentin die Gäste mitzunehmen und forderte auf dieser Ausgelassenheit zu folgen. Für ihre Pionierarbeit erhielt Petra Schröder langanhaltenden Applaus. Und die Jahreshauptversammlung schloss mit der Überzeugung, dass das Netzwerk der Land-Frauen über Landes- und Kontinentgrenzen hinaus eine Basis hat.

 

 

 

 

Ingrid Zabel nach 16 Jahren Tätigkeit im Vorstand verabschiedet

Auszeichnung mit der "Silbernen Biene mit Grünem Stein".

Als „roter Faden“ für den LandFrauenverein Hoya wird Ingrid Zabel aus Wechold bei der Laudatio zu ihrer Verabschiedung aus dem Vorstand des LandFrauenvereins Hoya bezeichnet. Anlässlich der Jahreshauptversammlung 2022 erhält die Wecholderin die zweithöchste Auszeichnung des Niedersächsischen LandFrauenverbands, die „Silberne Biene mit Grünem Stein" von der Vorsitzenden des Kreisverbandes, Sabine Sparkuhl, verliehen.

16 Jahre Vorstandsarbeit und davon 13 Jahre als Schriftführerin zeichnen ihre Tätigkeit aus. 2006 wurde Ingrid Zabel als Vertreterin des Bezirks 8 des LFV in den Vorstand gewählt. Ein großer Bezirk, der im Wesentlichen die Ortschaften der Gemeinde Hilgermissen umfasst. Innovativ und abwechslungsreich gestaltete die Wecholderin das Programm für ihren Bezirk. Immer ruhig, überlegt und im Hintergrund handelnd verlor Ingrid Zabel nie den „roten Faden“, und dies nicht nur als Protokollführerin. Souverän hatte sie Termine, sämtliche Formalitäten der Wahlen, Anträge und Meldungen an die Verbände im Blick. Besonders zu erwähnen ist die anschauliche Präsentation der Fotos anlässlich der Jahreshauptversammlung, mit der sie jährlich die Mitglieder über die vielfältigen Aktivitäten im Verein informierte. Ingrid Zabel pflegte die Homepage des Vereins, nahm etliche Termine auf Kreis- und Landesebene wahr und auch das „Kochen für Kinder“ in ihrer Heimatgemeinde Hilgermissen lag ihr immer sehr am Herzen. Auf vielen Reisen und Tagestouren war die ehemalige Vorstandsfrau als Gast aber auch als Begleiterin dabei. Drei- viermal pro Jahr versendet der LandFrauenverein Hoya Infopost an die knapp 900 Mitglieder. Auch hier zeigte Ingrid Zabel sich immer verantwortlich, kümmerte sich um Druck und Frankierung und lud etliche Male den Vorstand in ihr heimisches Wohnzimmer ein, um die Briefe zu packen und zu etikettieren. 

Als Nachfolgerin konnte Erika Meyer aus Tuschendorf gewonnen werden, die sicherlich in große Fußstapfen tritt aber in Ingrid Zabel auch in Zukunft eine gute Beraterin finden wird. 

Jahreshauptversammlung 2022

Anlässlich der Jahreshauptversammlung werden wegen 50-jähriger Mitgliedschaft im LandFrauenverein Hoya geehrt:

  • Margret Meyer (Ochtmannien)
  • Annemarie Mehlhop (Hohenmoor)

Als Ortsvertreterin verabschiedet wird:

  • Heidi Meyer-Huth (Duddenhausen) im Bezirk 7

Zur Ortsvertreterin ernannt werden:

  • Christine Meyer, sie übernimmt im Bezirk 3 zusätzlich zu Schweringen die Ortschaft Holtrup
  • Ada Hägerman vertritt Weseloh im Bezirk 6
  • Silke Kröger wird Ortsvertreterin für Duddenhausen im Bezirk 7

Zur Beisitzerin gewählt werden:

  • Ina Homfeld (Duddenhausen) für den Bezirk 7
  • Dagmar Stegmann (Ubbendorf) im Bezirk 8 für die ausscheidende Ingrid Zabel (Wechold)

Als erste Vorsitzende im Amt bestätigt:

  • Imke Wicke (Hollen)

Als Schriftführerin verabschiedet:

  • Ingrid Zabel (Wechold)

Zur Schriftführerin berufen wird:

  • Erika Meyer (Tuschendorf)