Rückblick 2022

"Zwischen Milchkühen und Zuckerrüben" - Ulrike Siegel stellt ihre Buchreihe vor

Ulrike Siegel (rechts) mit Imke Wicke © I. Homfeld
Ulrike Siegel (rechts) mit Imke Wicke © I. Homfeld

Erstmals nach 2019 fand wieder die beliebte  Sommerfrühstücksveranstaltung statt, erstmals in den Räumlichkeiten des Gasthauses Uhlhorn in Asendorf. Gastrednerin war die Bestsellerautorin Ulrike Siegel aus Brackenheim in Baden-Württemberg.

 

Vor 15 Jahren fing die Landwirtschafts- und Hauswirtschaftsmeisterin und Agrar-Ingenieurin unter dem Motto „Zwischen Milchkühen und Zuckerrüben aufgewachsen“ Geschichten von Bauerntöchtern – aber auch Bauernsöhnen -, der Muttergeneration, prominenter Persönlichkeiten und aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu sammeln und zu veröffentlichen. In den mittlerweile zwölf erschienenen Bänden geht es insbesondere um Kindheit und Jugend der in den 60er und 70er Jahren aufgewachsenen Kinder auf landwirtschaftlichen Betrieben.

 

„Die Welt des Bauernhofes von Innen heraus“ zu beschreiben, das sei eine ihrer Motivationen gewesen, denn überall dort, wo Landwirtschaft in der Öffentlichkeit und in den Medien auftauche, erschienen ganz polarisierende Bilder. Schöne und idyllische Bilder in den vielen Landzeitschriften, auf der anderen Seite Diskussionen um Agrarindustrien, Massentierhaltungen, Umweltverschmutzungen aber auch die Vorstellung vom Landleben, die beispielsweise in der Sendung „Bauer sucht Frau“ ein rückständiges, altmodisch und hinterwäldlerisches Bild zeichne. In den Jahren 1965 bis 1975 habe sich „die Stadt in einer Arroganz über das Land erhoben“, Stadtplaner schauten über das Land und modern war nur das Städtische. Dieser Darstellung wolle die gebürtige Brackenheimerin mit ihren Büchern entgegenwirken.

 

Ulrike Siegel schildet das "Harte Erleben" einer Kindheit auf dem Bauernhof aber auch das "Schöne Erleben" aus dem Blickwinkel eines Erwachsenen. Arbeit anpacken, ohne zu klagen, Befriedigung aus der Arbeit heraus erfahren, und dies ohne Wenn und Aber, dies seien die Werte, die die Buchautorin - genauso wie viele andere Bauerntöchter und Bauernsöhne auch - aus ihrer Kindheit auf einem Bauernhof mit in ihr Leben genommen hätten und sie dankbar machten. In ihr seien tiefe Wurzeln gelegt worden und tragfähige Flügel gewachsen. Ulrike Siegel schloss ihren Vortrag mit dem Hinweis, dass Wachsen und Gedeihen unabhängig von der investierten Arbeit nicht allein in den Händen der Landwirte*innen läge, denn seit je her wachse „Weizen nur im Ochsentempo“. 

Radtour durch die Mittelweserregion

Blick von der Staustufe in Petershagen  © I. Homfeld
Blick von der Staustufe in Petershagen © I. Homfeld

Rechts und links der Weser, mal in Niedersachsen mal auf Nordrheinwestfälischem Terrain radelten 22 Hoyaer LandFrauen und Gäste des Vereins von Wiedensahl bis Schlüsselburg. Inspiriert mit einigen Zeilen der Bubengeschichte „Max und Moritz“ des in Wiedensahl geborenen humoristischen Dichters und Zeichners Wilhelm Busch ging es auf die rd. 50 km lange Strecke. Hingucker waren die vielen Mühlen am Wegesrand, zu denen auch die Lahder Klostermühle zählt, eine der wenigen Galerie-Holländermühlen in Deutschland, die ursprünglich durch Wind und Wasser betrieben wurden. Mutige wagten sich auf die Galerie und genossen den Ausblick auf den kleinen Bach Aue und den alten Ortskern der Gemeinde Lahde. Einige Schweißperlen und Kraftanstrengung waren dann bei der Querung der Staufstufe in Petershagen gefordert. In Teamarbeit schafften es die Hoyaer Gäste aber ihre Räder einige Treppenstufen hoch und auch wieder hinunter zu transportieren. Da kam das anschließende Grillbuffet in der Weserscheune in Buchholz als Stärkung genau zur rechten Zeit.

Etwas erstaunt schauten die Radler*innen an der Fähre in Hävern, die zwei Tage zuvor wegen eines Defekts geschlossen wurde. Kurzentschlossen wurde umdisponiert und die Wegstrecke linksseitig der Weser fortgesetzt. Mit Kaffee und Kuchen im Scheunenviertel Schlüsselburg und einer kurzen Stippvisite auf dem Rittergut Schlüsselburg endete der Ausflug. Sommerliche Temperaturen begleiteten diesen kurzweiligen Tag.

Ausflug in den Tierpark Hagenbeck

Am 29.Juni 2022 stand der Tierpark Hagenbeck in Hamburg auf dem Programm der Hoyaer LandFrauen. Mit 46 Teilnehmer*innen ging es mit dem Bus und bei bestem Wetter in die Hansestadt an der Elbe.

Seit mehr als 100 Jahren begeistert der 19 Hektar große Tierpark mit seiner unvergleichlichen botanischen Vielfalt, denkmalgeschützten Panoramen, den Freigehegen und vielen kulturellen Bauten. Mehr als 1400 Tiere aller Kontinente werden präsentiert (210 Tierarten im Park und 300 Tierarten im Tropen-Aquarium). Highlights sind das Tropen-Aquarium und ein „Gang“ durchs Eismeer-Areal. Überrascht wurden die Hoyaer Gäste auch von einigen freilaufenden Tieren wie Pampashasen, Enten, Schwänen, Pfauen und Muntjaks.

Das einvernehmliche Resümee: Ein schöner und ereignisreicher Tag.

 

 

Frühstückskino - "Die Unbeugsamen" - Dokumentarfilm von Torsten Körner

„Politik ist eine viel zu ernste Sache, um sie allein den Männern zu überlassen“, mit diesem Zitat Käte Strobels, SPD-Politikerin und Bundesministerin von 1966 bis 1972, endet der Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“. Torsten Körner führte in dieser Dokumentation Regie und zeichnet anhand von historischen Archivaufnahmen über Vorkämpferinnen in der Bonner Republik und aktuellen Interviews mit damaligen aktiven Politikerinnen die Frauenbewegung von der Ära Adenauer bis Merkel nach.

 

Eingeladen in den Filmhof Hoya hatte am 25. Juni 2022 der LandFrauenverein Hoya, der SoVD Ortsverband Hoya und die Gleichstellungsvertretungen der Samtgemeinden Bruchhausen-Vilsen und Hoya. Zum Internationalen Weltfrauentag, der eigentlich am 08. März weltweit begangen wird, kooperieren diese örtlichen Institutionen alljährlich und präsentieren ein Kinoevent. Pandemiebedingt musste der Termin in diesem Jahr vom Frühjahr in den Sommer verschoben werden, dafür genossen die Frauen vorab bei sommerlichen Temperaturen ein Frühstück auf der Weserterrasse.

 

Christine Schröder, Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen begrüßte die rd. 50 Gäste und ging kurz auf den Beschluss des Bundestags vom Vortag zur Aufhebung des Werbeverbotes für Abtreibungen ein, der Abschaffung des § 219a StGB. Insoweit gäbe es einen doppelten Grund zu feiern, so Schröder. Ursel Wigger vom SoVD, Ortsgruppe Hoya, nahm Stellung zur Entwicklung der Frauen in der Politik nach dem zweiten Weltkrieg, insbesondere zu den damit verbundenen Schwierigkeiten in einer Männerdomäne. Den mahnenden Worten Wiggers, dass diesbezüglich noch viel zu tun sei, schloss sich Kerstin Gissel an. Sie vertrat den LandFrauenverein Hoya und leitete mit ihrer Begrüßung zu dem Film über.

 

Der langanhaltende Applaus am Ende des Films bewies wieder einmal, dass die Organisatorinnen in Zusammenarbeit mit dem Filmhof Hoya ein gutes Händchen bei der Auswahl eines geeigneten Films zum Internationalen Weltfrauentag bewiesen haben.

Bad Zwischenahn - Park der Gärten

Bestes Wetter und gute Laune, das waren die perfekten Voraussetzungen für einen Ausflug der Hoyaer LandFrauen. Das Ziel: Das Zwischenahner Meer, die Perle des Ammerlandes.

 

Auf dem ehemaligen Gelände der Nds. Landesgartenschau des Jahres 2002 entwickelte sich in zwanzig Jahren der „Park der Gärten“, der auf 14 ha einen eindrucksvollen Durchschnitt verschiedenster Gartenanlagen präsentiert. Während der zweistündigen Führung durch die Anlage konnten die Hoyaer Gäste nur einen kleinen Einblick in diesen gigantischen und äußerst gepflegten Park gewinnen. Alle waren sich einig: „Wir kommen wieder und nehmen uns richtig Zeit für einen Bummel über das Gelände.“

 

Ob es nun Zufall war oder akribisch geplant, das konnte keiner beantworten, auf jeden Fall war zeitgleich zum Besuch der LandFrauen der in Bruchhausen-Vilsen beheimatete Chor „Kaleidoskop“ zu der Veranstaltung „Wir sind ganz Chor“ im Park der Gärten geladen und überzeugte nicht nur die Fangemeinde der Hoyaer LandFrauen mit seinem Liedgut und dem Auftreten gleichermaßen. Mit ihren bunten Regenschirmen versinnbildlichten die Sänger*innen ihre Vielfalt und zeigten sich gleichzeitig mit einem blaugelben Schirm solidarisch mit der Ukraine - ein beeindruckendes Bild!

 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen genossen die Hoyaer Gäste das Flair der Bad Zwischenahner Uferpromenade. Für die eine oder andere wurde auch die Shoppingmeile des Kurortes zu einem lukrativen Ziel.

"Eat the World" Kulinarische Tour in Bremen

 

Am 4. Juni 2022 machten sich zwei Reisegruppen auf den Weg Richtung Bremen. Unter der Überschrift "Eat the World" stand eine kulinarische Stadtführung auf dem Programm. Für die eine Gruppe ging es durch die Altstadt und das Schnoor-Viertel, die andere Reisegruppe genoss die Atmosphäre des legendären "Viertels" in den Orsteilen Ostertor und Steintor. Erstmals kam für die Hoyaer LandFrauen auch das neue Neuneuroticket der Bahn zum Einsatz. Während die Fahrt von Eystrup aus problemos verlief, ging es mit einer abenteuerlichen Zugfahrt von Syke aus in die Hansestadt.

Bei "Eat the World" wird nicht nur entdeckt, es wird auch erschmeckt. Viel Wissenswertes, Historisches und Aktuelles zur Altadt und dem Viertel wird vermittelt bei einem gleichzeitigem Angebot an kleinen Köstlichkeiten in ausgewählten Restaurants, Geschäften, Patissererien. Regionale Produkte, liebevoll hergestellt und zubereitet, durften probiert werden.

 

Dreitagesradtour Bremen

Am Freitag, den 20. Mai. 2022 morgens um 8.00 Uhr traf sich die Radgruppe gut gelaunt in Hoya auf dem Gelände der VGH. Ein defekter Reifen gleich zu Beginn konnte die gute Laune nicht schmälern, da ein Ersatzrad organisiert wurde. Die Hinstrecke verlief über Verden, Langwedel und Achim. Nach Einzug in Elens Hotel machte sich die Gruppe zu Fuß auf den Weg in den Bremer Ratskeller und wurde mit einem köstlichen Essen verwöhnt. Durch die zentrale Lage des Hotels konnte die Altstadt noch erkundet werden.

 

Am Samstag starteten die Radler nach einem reichhaltigen Frühstück um 9.30 Uhr in zwei Gruppen mit je einer Radleitung, um ein schönes Bremen zu erleben. “Einmal um den Pudding“ wird diese Tour benannt. Die Route führte in die Überseestadt mit maritimen Geschichten und im Schuppen 1 waren alle fasziniert von den Oldtimern.

 

Gegen 11.00 Uhr machten die beiden Radgruppen gemeinsam in der Kaffeerösterei Loyd einen Zwischenstopp und erfuhren Wissenswertes über die Bremer Kaffeegeschichte. Alle saßen zufrieden bei leckerem Kaffee und Brötchen im Marmorsaal. 

Anschließend ging es weiter in den Bürgerpark, das grüne Bremen und von da aus über den Technologiepark in den Rhododendronpark. Nach einer sehr interessanten Kurzführung in der Botanika radelten die beiden Gruppen getrennt durch schöne Bremer Stadtteile vorbei ans Weserwehr bis in die Bremer Altstadt.

 

Sonntag früh radelte die Truppe über Dreye und Thedinghausen zurück nach Hoya. „Das kleine Café“ in Thedinghausen erhielt als Zwischenstop viel Zuspruch.

Durch den Wald mit allen Sinnen

Bei herrlich warmen Temperaturen machten sich 16 Frauen auf den Weg durch den Sellingsloh zu einem 2 stündigen Waldspaziergang der etwas anderen Art. Begleitet durch die Waldpädagogin und Forstwissenschaftlerin Tanja Wohlers aus Asendorf bekamen die Frauen viele Informationen über Endmoränen, die Burkhardhöhe mit sandig, lehmigen Untergrund und dem stinkenden Storchenschnabel. Wer hätte gedacht, dass die Schätzfrage nach der gesamten Waldfläche in Deutschland fast richtig beantwortet wurde? 30% Waldfläche hat Deutschland zu bieten, in Niedersachen gibt es 21% und in Nienburg 17%. Was ist denn nur unter „Waldbaden“ zu verstehen? Shinrin Yoku, eine in den 1980er Jahren in Japan entwickelte Methode, bezeichnet eine Art Waldwellness für die geistige und seelische Gesundheit. Allein das „Grün“ im Wald hat eine heilende Wirkung auf den gesamten Körper. Einhundertsechzig Jahre alte Buchen und Eichen wurden mit verbundenen Augen ertastet und die Lichtspiele der Baumkronen konnten durch einen Spiegel betrachtet werden. Es war ein wirklich inspirierender und interessanter Waldspaziergang, der Dank Frau Wohlers zu einem ganz besonderen Erlebnis wurde.

Große Moorrunde um den Bullensee - Wandertour

17 wanderfreudige LandFrauen erkundeten am 4. Mai bei herrlichem Wanderwetter die wunderschöne Umgebung des Bullensees bei Kirchlinteln. Die ca. 7,5 Kilometer lange Strecke, die 2021 als Deutschlands schönster Wanderweg ausgezeichnet wurde, ist toll angelegt. Die teils aufwändig mit Holzhäckseln befestigten Wege führen durchs Hochmoor mit üppigen Wollgrasflächen, durch Waldabschnitte und Heideflächen. Dank der sachkundigen Begleitung von Frau Quehl vom Tourismusverband des Landkreises Rotenburg erfuhren die Damen unterwegs allerlei Wissenswertes über die Entstehung und die Geschichte des Moores und der Wanderroute.

Es war ein rundum schöner Tag, der Lust auf neue Wandertouren macht!

Fit mit dem Pedelec

„Fit mit dem Pedelec“ hieß es Ende April. In einem Theorieteil erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in rechtliche und technische Aspekte. Dann ging es zur Praxisübung auf die Räder – natürlich mit Helm-. Mit Unterstützung von Ulli  Kohlhoff vom ADFC, Nicole Schuster von der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg und Werner Müller von der Verkehrswacht wurden Spurhalten, Schulterblick, plötzliches Bremsen und Ausweichmanöver trainiert.

Die Teilnehmer*innen waren begeistert von diesem Training. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sicherlich bei vielen Pedelecfahrerinnen und Pedelecfahrern ein solches Training erforderlich und sinnvoll wäre.

Naturfloristik - nicht nur zu Ostern

Anne Bunjes zeigt anhand eines Frühlingskranzes ihr Können (© I. Wicke).
Anne Bunjes zeigt anhand eines Frühlingskranzes ihr Können (© I. Wicke).

Gleich zweimal fand am 11.04.2022 der "Workshop zum Zuschauen" mit Anne Bunjes aus Edewecht auf dem Saal in Thöles Hotel statt. Vor den Augen der jeweils rd. 30 interessierten LandFrauen zauberte die gelernte Floristin florale Frühlingsdekorationen.

Anne Bunjes, nicht nur Floristin sondern auch Referentin an der niedersächsischen Gartenakademie in Rostrup, war mit interessanten Ideen bereits im Herbst zu Gast beim LandFrauenverein Hoya. Jetzt zeigte sie überzeugend, wie aus Naturmaterialien Dekorationen passend zum Frühling und zum Osterfest entstehen. Alles kann leicht zu Hause nachgearbeitet werden.

Ihr Motto lautet: “Die Natur ist unsere Inspiration.“

 

Die Edewechterin lebt mit Ihrer Familie auf einem renovierten Bauernhof umgeben von einem Naturgarten und einem 2ha großen Wildstaudenacker. Vor Ort bieten sie und ihr Mann auch jahreszeitlich floristische Vorträge an.

LandFrauen in Ghana - ein Projekt des DLV

 © I. Homfeld
© I. Homfeld

Petra Schröder, LandFrau aus Hiddenhausen im Kreis Herford, gewährte im Anschluss an die Jahreshaupt-versammlung 2022 einen Einblick in ein Entwicklungsprojekt, das sie als Vertreterin des Deutschen LandFrauenverbands in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Ghana begleitete. Dieses Projekt zielte auf die Stärkung der berufsständischen Interessen von Kleinbäuerinnen und Frauen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft Ghanas ab und sollte einen Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen im ländlichen Raum an wirtschaftlichen und persönlichen Entwicklungs-möglichkeiten leisten. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

 

Vier LandFrauen aus Deutschland, darunter die Referentin, machten sich auf nach Westafrika in die Volta-Region. Zuerst einmal ging es darum die Lage der Frauen vor Ort in Begleitung von vier ghanaischen Expertinnen zu sondieren. Sie bildeten deutsch-ghanaische Tandemteams und schulten Mulitplikatorinnen. Dabei standen Ernährung, Hygiene und Hausgärten im Vordergrund, aber auch die Stärkung der Position der Frau in der Gesellschaft und der Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks. Das so gebildete Wissen in Theorie und Praxis gaben diese Multiplikatorinnen an Frauen in der Region weiter. Am Ende wurden rd. 4.000 Frauen aus 40 verschiedenen Gemeinden geschult. Weitere rd. 100 Frauen haben nach Vorbild der deutschen LandFrauenbewegung gelernt ihre politischen Interessen vor Ort effektiv zu vertreten. Von dem Erfolg ihres Projekts konnten sich Petra Schröder mit ihrem Team nach Jahresfrist wieder vor Ort überzeugen und waren begeistert von dem Erfolg.

 © I. Homfeld
© I. Homfeld

Die Ostwestfälin nahm die Hoyaer LandFrauen mittels einer beeindruckenden Fotoschau mit auf eine Reise durch dieses gelungene Projekt. Anschauungsmaterial hatte sie in Form einer vor Ort geschmiedeten Hacke aber auch bunten Stoffen aus der Region im Gepäck. Aber auch in die positive und ausgelassene ghanaische Stimmung versuchte die Referentin die Gäste mitzunehmen und forderte auf dieser Ausgelassenheit zu folgen. Für ihre Pionierarbeit erhielt Petra Schröder langanhaltenden Applaus. Und die Jahreshauptversammlung schloss mit der Überzeugung, dass das Netzwerk der Land-Frauen über Landes- und Kontinentgrenzen hinaus eine Basis hat.

 

 

 

 

Ingrid Zabel nach 16 Jahren Tätigkeit im Vorstand verabschiedet

Auszeichnung mit der "Silbernen Biene mit Grünem Stein".

Als „roter Faden“ für den LandFrauenverein Hoya wird Ingrid Zabel aus Wechold bei der Laudatio zu ihrer Verabschiedung aus dem Vorstand des LandFrauenvereins Hoya bezeichnet. Anlässlich der Jahreshauptversammlung 2022 erhält die Wecholderin die zweithöchste Auszeichnung des Niedersächsischen LandFrauenverbands, die „Silberne Biene mit Grünem Stein" von der Vorsitzenden des Kreisverbandes, Sabine Sparkuhl, verliehen.

16 Jahre Vorstandsarbeit und davon 13 Jahre als Schriftführerin zeichnen ihre Tätigkeit aus. 2006 wurde Ingrid Zabel als Vertreterin des Bezirks 8 des LFV in den Vorstand gewählt. Ein großer Bezirk, der im Wesentlichen die Ortschaften der Gemeinde Hilgermissen umfasst. Innovativ und abwechslungsreich gestaltete die Wecholderin das Programm für ihren Bezirk. Immer ruhig, überlegt und im Hintergrund handelnd verlor Ingrid Zabel nie den „roten Faden“, und dies nicht nur als Protokollführerin. Souverän hatte sie Termine, sämtliche Formalitäten der Wahlen, Anträge und Meldungen an die Verbände im Blick. Besonders zu erwähnen ist die anschauliche Präsentation der Fotos anlässlich der Jahreshauptversammlung, mit der sie jährlich die Mitglieder über die vielfältigen Aktivitäten im Verein informierte. Ingrid Zabel pflegte die Homepage des Vereins, nahm etliche Termine auf Kreis- und Landesebene wahr und auch das „Kochen für Kinder“ in ihrer Heimatgemeinde Hilgermissen lag ihr immer sehr am Herzen. Auf vielen Reisen und Tagestouren war die ehemalige Vorstandsfrau als Gast aber auch als Begleiterin dabei. Drei- viermal pro Jahr versendet der LandFrauenverein Hoya Infopost an die knapp 900 Mitglieder. Auch hier zeigte Ingrid Zabel sich immer verantwortlich, kümmerte sich um Druck und Frankierung und lud etliche Male den Vorstand in ihr heimisches Wohnzimmer ein, um die Briefe zu packen und zu etikettieren. 

Als Nachfolgerin konnte Erika Meyer aus Tuschendorf gewonnen werden, die sicherlich in große Fußstapfen tritt aber in Ingrid Zabel auch in Zukunft eine gute Beraterin finden wird. 

Jahreshauptversammlung 2022

Anlässlich der Jahreshauptversammlung werden wegen 50-jähriger Mitgliedschaft im LandFrauenverein Hoya geehrt:

  • Margret Meyer (Ochtmannien)
  • Annemarie Mehlhop (Hohenmoor)

Als Ortsvertreterin verabschiedet wird:

  • Heidi Meyer-Huth (Duddenhausen) im Bezirk 7

Zur Ortsvertreterin ernannt werden:

  • Christine Meyer, sie übernimmt im Bezirk 3 zusätzlich zu Schweringen die Ortschaft Holtrup
  • Ada Hägerman vertritt Weseloh im Bezirk 6
  • Silke Kröger wird Ortsvertreterin für Duddenhausen im Bezirk 7

Zur Beisitzerin gewählt werden:

  • Ina Homfeld (Duddenhausen) für den Bezirk 7
  • Dagmar Stegmann (Ubbendorf) im Bezirk 8 für die ausscheidende Ingrid Zabel (Wechold)

Als erste Vorsitzende im Amt bestätigt:

  • Imke Wicke (Hollen)

Als Schriftführerin verabschiedet:

  • Ingrid Zabel (Wechold)

Zur Schriftführerin berufen wird:

  • Erika Meyer (Tuschendorf)