Rückblick 2018

Nikolausmarkt im Cloppenburger Museumsdorf

Das zweite Adventwochenende hätte wettertechnisch besser in den Oktober oder November gepasst. Sturm und Regen bestimmten die Tage. Trotzdem ließen sich 120 LandFrauen des Hoyaer Vereins nicht aufhalten dem Nikolausmarkt im Museumsdorf Cloppenburg einen Besuch abzustatten. Und dort war für jeden Geschmack etwas zu finden: In den historischen Gebäuden stellten Handwerker ihre Fertigkeiten zur Schau, in der kleinen Fachwerkkirche lud das Duo Sarina Lal und Jann Poppen zum Singen weihnachtlicher Weisen ein, das Bläserquintett „Die 4 lustigen 5“ (in Wirklichkeit 6 Musiker) unterhielt die Gäste mit variationsreichen Bearbeitungen. Neben einer Vielfalt an Kunsthandwerk konnten die LandFrauen in der Diele des Gulfhauses Awick Nutztierrassen bestaunen. Der Hinweg nach Cloppenburg führte über den Klänerhof in Dötlingen, hier konnte bereits die eine oder andere Idee für ausgefallene Geschenke gesammelt werden.

 

Sinnestäuschungen? - Die Tricks der Lebensmittelbranche

Verbraucherfallen auf der Spur war Heike Willms, Ökotrophologin der Landwirtschaftskammer Hannover, Bezirksstelle Ostfriesland (links auf dem Foto). Die in Aurich lebende Ernährungsexpertin klärte die Hoyaer LandFrauen über Sinnestäuschungen der Lebensmittelbranche auf. In früheren Zeiten seien Lebensmittel erworben worden, um das Grundbedürfnis „Hunger“ zu stillen, heutzutage werde die "Lust am Shoppen" befriedigt. Die Referentin klärte auf über „Zuckerlügen“ und „Mogelpackungen“ aber auch über "Fake News“. Letzteres sind Fotomontagen, die beispielsweise beim Kaffee durch Rasierschaum eine Cremigkeit suggerieren. Die Auricherin stellte die verschiedenen Regalzonen in Supermärkten und deren Funktion vor. Sie hatte aber auch praktische Tipps für die rd. 100 anwesenden Frauen im Gepäck: Niemals mit leerem Magen einkaufen gehen, einen Einkaufszettel schreiben und Aktionsangebote kritisch hinterfragen.

 

Spaziergang durch den Bücherherbst 2018

Nach Hause kommen, ein kuscheliges Plätzchen suchen, chillen, eine Kerzen anzünden und dann ein gutes Buch lesen. Das ist ein erfolgversprechendes Rezept für lange Winterabende. Doch für welches Buch entscheide ich mich, für einen Thriller, eine Biographie oder eine Familiensaga? Oder soll es doch lieber ein Sachbuch oder ein Vorlesebuch für mein Enkelkind sein? Diese Entscheidung machten jetzt die Buchhändlerinnen Ivonne Baranek und Claudia Molkenthin aus der „Leserei“ in Hoya den LandFrauen einfacher. Fachkundig und mit viel Herzblut informierten die beiden Frauen über Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt, gaben wertvolle Informationen zum Autor, reflektierten den Inhalt und die handelnden Personen. Das Ende des Buches blieb selbstverständlich offen, denn die Spannung durfte natürlich nicht vorweg genommen werden. Diese überließen die Buchhändlerinnen den rd. 40 LandFrauen, für die im Anschluss an dem Vortrag Stöbern, Anlesen und Kaufen am Büchertisch angesagt war.

Die Vielfalt des Kürbisses

Der Kürbis, in China auch als „Kaiser des Gartens“ bezeichnet, ist ein Allrounder, das versicherte Dr. Ute Hanisch den Hoyaer LandFrauen bei ihrem Vortrag rund um den Kürbis. „Die Vielfalt des Kürbisses fasziniert mich seit vielen Jahren und jedes Jahr im Herbst wieder aufs Neue“, begann die Bückerin. Angefangen habe alles 1992, als sie von einer Freundin den Teil eines „gelben Zentners“ geschenkt bekommen habe. Ute Hanisch erklärte den interessierten LandFrauen die Unterschiede zwischen Sommer- und Winterkürbis, stellte die verschiedenen Sorten und ihre Eigenschaften vor, gab Hinweise für günstige Standorte im Garten aber auch praktische Tipps für die Weiterverarbeitung in der Küche. Von der Vielfalt des Kürbisses konnten sich die LandFrauen im Anschluss an einem Kostprobenbuffet überzeugen.

Milch ist cool und macht munter

Seit mehr als 15 Jahren führen die LandFrauen der Kreisverbände Grafschaft Hoya und Grafschaft Diepholz die Aktion „Kochen mit Kindern“ durch. Das diesjährige Thema lautete „Milch ist cool und macht munter“. Die Kinder erfuhren Wissenswertes über die Milch, deren Gewinnung, Verarbeitung und Verwendung und die ernährungsphysiologisch und gesundheitliche Bedeutung von Milch und Milchprodukten. Nicht nicht nur das Kochen sondern auch die Theorie war Teil dieser Akton. Den Kindern machte es sichtlich Spaß. Nach dem Kochen wurde an hübsch gedeckten Tischen gemeinsam in großer Runde gegessen.

Papier fitzen

Das war mal etwas anderes! Zuerst wurden aus Zeitungspapier unzählige Röllchen gedreht, diagonal, sodass sie an einer Seite etwas dicker waren als auf der anderen, damit man sie endlos zusammenstecken konnte. Aus diesen Röllchen konnte man nun in gar nicht viel Zeit tolle Sachen weben, knoten, knicken. Es wurden Schalen, Kränze, Pyramiden mit Lichterkette und Sterne hergestellt. Tolle Sachen, ganz leicht, robust und recycelbar. Schöne Erfahrung an einem Nachmittag mit netten Gesprächen, Kaffee und Kuchen.


Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen

„Mitten im Winter habe ich erfahren, dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt." Was der Philosoph Albert Camus poetisch formulierte, bezeichnen Psychologen als „Resilienz“, die Fähigkeit wieder auf die Beine zu kommen oder einfach auch die „psychische Immunkraft“. Die mehrfache Buchautorin und Verlegerin Maria Theresa de Jong aus Zetel im Landkreis Friesland ermutigte die LandFrauen Resilienz zu erlernen. Jede überstandene Krise sei eine Einladung zum Wachsen und Lernen. „Hinfallen“ und dann entgegen dem ersten Impuls: „Liegenbleiben und nicht gleich aufstehen“. Und dann darüber nachzudenken: „Was gibt es da unten zu entdecken oder worauf will mich das Schicksal hinweisen?“. Nach dem Liegenbleiben sei es wichtig zu sich selbst sanft zu sein, sich nicht fertig zu machen sondern zu sagen: „Ok, das hat jetzt nicht geklappt, aber du bist trotzdem ok“. Geduld sei bei diesem Lernprozess genauso wichtig, wie kürzer zu treten und auch Hilfe anzunehmen. Praktische Tipps hatte Maria Theresia de Jong ebenso im Gepäck wie den Hinweis „sein eigenes Rudel zu finden“. „Umgebe dich mit Leuten, die das gleiche Ziel haben wie du“, betonte sie und bestärkte abschließend die Anwesenden, dass sie in der starken Gemeinschaft des LandFrauenvereins bereits ihr Rudel und eine schlagfertige Truppe gefunden hätten.

Cranberry - kleine Beere mit großer Wirkung

Auf den Spuren der „großfrüchtigen Moosbeere“ waren die Ortsvertrauensfrauen des LandFrauenvereins Hoya auf Einladung ihres Vorstandes unterwegs. Besser bekannt unter dem Namen „Cranberry“, die kleine Beere mit der großen Wirkung, hat sich die Familie Dierking in Gilten im Heidekreis Soltau/Fallingbostel dem Anbau gewidmet.  

Über die Geschichte der Plantage in Gilten, Misserfolge und Erfolge beim Anbau, die Vermarktung im Handel aber auch direkt im Hofladen der „Moosbeerhütte“ informierte die Betriebsinhaberin Sonja Dierking. Die begeisterte Moosbeerenanbauerin klärte über die antioxidantische Wirkung, die gute Bekömmlichkeit auch bei Überempfindlichkeiten genauso auf wie über die Probleme dieses heißen Sommers und die dadurch entstandenen Ernteausfälle. Nicht nur frischen Cranberry-Nektar durften die LandFrauen probieren, sie erhielten auch eine Cranberry-Rohkost sowie einen kernigen Cranberrykeks zum Verkosten. Und so manche Cranberrypflanze wechselte anschließend seinen Standort vom Heidekreis in den Bezirk des LandFrauenvereins Hoya.

Hamburg in drei Tagen erleben

Die Elbmetropole in drei Tagen zu entdecken, das hatten sich die Hoyaer LandFrauen auf die Fahnen geschrieben. Dass dies nicht unmöglich ist, aber ein strammes Programm voraussetzt, erfuhren die Gäste aus Hoya Anfang September. Und dabei bereicherten nicht nur Hamburg-Klassiker wie Elbphilharmonie, Barkassenfahrt, Miniaturwunderland und ein Sparziergang am Jungfernstieg den Kurztripp, die LandFrauen hatten sich bewusst für ungewöhnliche Ziele wie das „Museum für Zusatzstoffe“, eine Führung auf dem „Kiez“ und einem Besuch auf dem „Ohlsdorfer Friedhof“ entschieden. Kulturell vervollständigte das Musical „Heiße Ecke“ in Schmidts Tivoli das Programm. Hier konnten die Gäste verfolgen, wie neun Künstler in über 50 Rollen und in einer beeindruckenden musikalischen Inszenierung den normalen Wahnsinn rund um die legendäre Würstchenbude auf Hamburgs Reeperbahn aufführten, fulminant, temporeich und humorvoll.

In Minuten durch die Jahre

Die eigene Geschichte, das Erlebte, die Gefühle, die Höhen und die Tiefen des eigenen Lebens an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben, das empfahl Gesine Lange den Hoyaer LandFrauen anlässlich der traditionell Ende des Sommers stattfindenden Frühstücksveranstaltung. Und diese Botschaft zog sich wie ein roter Faden durch die Biographie der heute in Ritterhude lebenden Tochter des Bundespräsidenten a.D. Joachim Gauck. 240 Gäste fesselte die ehemalige Pastorentochter an ihre Lippen, als sie über ihre Kindheit, die Zeit in Vorschule und Schule in der ehemaligen DDR berichtet, tiefsinnig, nachdenklich, authentisch, aber auch mit Humor gespickt. Das Erleben von Freiheit, das Reisen ohne Grenzen übermanne Gesine Lange in den unterschiedlichsten Situationen ihres Lebens. Auch zu Zeiten der DDR habe sie „viele Sehnsüchte im Herzen“ gehabt, die „verschlossen“ bleiben mussten. Aber sie habe auch die Erfahrung gemacht, dass man etwas verändern könne, wenn man zusammenhalte. Und diesen Zusammenhalt habe sie in der Kirchengemeinde unter Gleichgesinnten gefunden, hier sei eine andere Sprache gesprochen worden. Gesine Lange ist dankbar und froh, dass diese Zeit hinter ihr liegt, aber sie dürfe nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb spreche sie gerne in Schulen, bei Landfrauenvereinen und zu anderer Gelegenheit als Zeitzeugin über diesen Lebensabschnitt. Demokratie sei ein schwieriger Weg, Diktatur ein einfacher. Aber es lohne sich den schwierigen Weg zu gehen.

Besuch auf der Landesgartenschau Bad Iburg

Florales und sehr viel Grün erwartete die Hoyaer LandFrauen bei ihrem Besuch auf der Niedersächsischen Landesgartenschau in Bad Iburg im Osnabrücker Land. Zentraler Mittelpunkt und Hingucker ist das über der Stadt thronende Schloss und Wahrzeichen dieser idyllischen Kleinstadt, in dem insbesondere der historische Rittersaal mit seiner barocken Ausstattung einen Einblick in die Historie des kleinen Kurbades öffnet. Auf Schloss Iburg wurde 1668 Sophie Charlotte, die spätere erste Königin in Preußen und Großmutter Friedrichs geboren; das erfuhren die Hoyaer Gäste bei einer Führung über das Gelände des Schlosses. Und so war es für die Besucher nicht verwunderlich, dass das anlässlich der LaGa neu gestaltete Gelände rund um das Schloss den Namen Charlottenseepark trägt. Absolutes Highlight neben Themengärten, Blumenrabatten, Ausstellungen, Vorschlägen zur Friedhofsgestaltung und dem Gärtnermarkt war für die LandFrauen der barrierefreie Baumwipfelpfad. Mit einer Länge von 439 Metern schlängelt er sich durch die Baumkronen des Waldkurparks. Angesichts der sommerlichen Temperaturen kam den Gästen der Spaziergang in luftiger Höhe von rd. 30 Metern und im Schatten der Bäume gerade recht. Dies waren nicht nur Momente zum Entspannen und Durchatmen, sondern mit vielfältigem Perspektivwechsel erfuhren die LandFrauen viel über den Lebensraum Wald, über Fauna und Flora in einer natürlichen Umgebung.

mehrtägige Radreise durch das Emsland

Auch 2018 stand traditionell eine mehrtägige Radtour im Programm des LandFrauenvereins Hoya. In diesem Jahr erkundete die Radlergruppe von Meppen aus das Emsland. Kurfürst Clemens August von Bayern und Erzbischof von Köln prägte diese Gegend wie kein anderer. Die Herrenmühle an der Nordradde, die Gymnasialkirche und das Zeughaus in Meppen tragen ebenso die Handschrift dieses prunkliebenden Fürsten wie das Jagdschloss Clemenswerth. Bei einer Führung konnten die LandFrauen Eindrücke des höfischen Lebens im Zeitalter des Barocks gewinnen. Die Fahrt zum Schloss führte vorbei an mehreren Megalithgräbern, von denen das Königsgrab bei Groß Berßen das imposanteste ist. Ebenso einzigartig wie dieses Hünengrab ist die Hüvener Mühle in der Samtgemeinde Sögel, denn sowohl Wind als auch Wasser treiben diese Mühle. Das Lebenselixier Wasser dient dagegen im Speichersee Geeste als Kühlwasserreserve für das zwölf Kilometer entfernte Kernkraftwerk Lingen. Der künstliche See mit einer Fläche von rund 230 Hektar wird für die verschiedensten Freizeitaktivitäten wie Segeln, Windsurfen und Tauchen genutzt. Die LandFrauen genossen bei schönstem Wetter die Fahrt auf der Dammkrone. Am letzten Tag der fünftägigen Reise radelten die Hoyaer Besucher durch die Flussauen der Hase bis nach Haselünne. Hier kamen sie in den Genuss einer Führung und Verkostung im Stammhaus der Berentzen Brennerei.

Feuerwerk Hannover

Am 9.06.2018 machten sich die LandFrauen mit einigen Männern auf den Weg nach Hannover zum Feuerwerk in den Herrenhäuser Gärten. Das Team Norwegen zeigte sein Können. Vorher gab es einen Halt in Schessinghausen im "Vier Jahreszeiten" zum Essen. Danach konnten erst verschiedene Acts in den Gärten erlebt und dann das grandiose Feuerwerk bestaunt werden.


Mit dem Rad und Bus in die Nordheide

Ende Mai waren rd. 30 Hoyaer LandFrauen zu einer eintägigen Radtour in die Lüneburger Heide aufgebrochen. Mit dem Bus ging es zuerst nach Undeloh und von dort auf Drahteseln unter der Leitung zweier ortskundiger Gästeführer über Jesteburg Richtung Handeloh. Die Radler erfuhren viel über das „Abplaggen“ und „Entkusseln“ der Heideflächen, das der Pflege und dem Erhalt dieser einzigartigen Naturlandschaft dient. Aber auch das Weseler Hexenhaus, die historische Kapelle auf dem Gut Holm, das kleine Museumsdorf Seppensen und der Schafstall im Büsenbachtal fanden viel Bewunderung bei den Gästen. 

Tour de Flur

Mit der Zahl von 50 Teilnehmern an der Fahrradtour „Landwirtschaft per Pedal“ waren Imke Wicke vom LandFrauen-Verein Hoya und Carsten Hillmann-Köster vom Landwirtschaftlichen Verein am Sonntag, den 27.Mai mehr als zufrieden. Zunächst radelte man unter sachkundiger Anleitung von Gästeführer Manfred zum Hingst auf den Spuren des einstigen Meliorationshauptkanals. Anschließend waren die landwirtschaftlichen Betriebe der Familie Brünjes sowie der Ferkelerzeugerbetrieb ,,Brokser Sauen" von Nadine und Heinrich Henke in Bruchhausen das Ziel. Hier gab es Informationen über die Betriebsabläufe auf den beiden modernen Höfen sowie die angeschlossene Biogasanlage aus erster Hand.

Flugreise Barcelona 29. April 2018 bis 04. Mai 2018

Entlang der Costa Brava und der Costa Dorada waren einige Mitglieder des LandFrauenvereins Hoya nebst Partnern unterwegs. Höhepunkt der Reise war der Besuch der katalanischen Hauptstadt Barcelona. Hier ist der Architekt Antonio Gaudí allgegenwärtig, der die Stadt wie kein anderer prägte. Unvollendet und doch die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Barcelonas ist die Basilika Sagrada Familia. Bei einer ausgiebigen Führung erhielten die Hoyaer Gäste nicht nur einen Eindruck von der spektakulären Bauweise der Kathedrale, sondern der Sonnenschein von einem nahezu wolkenlosen Himmel bescherte im Innenraum ein unvergessenes Farbspiel an Säulen und Wänden. Komplett gegensätzlich zu Barcelona präsentiert sich Tarragona, die römische Hauptstadt des tarraconensischen Spanien. Hier begaben sich die LandFrauen auf ein Reise in die Vergangenheit, in das Zeitalter von Gladiatoren und Raubtierkämpfe. Relikt dieser Zeit ist das Amphitheater, in dem rd. 14.000 Menschen Platz fanden. Zeit zum Bummeln und Verweilen fanden die Reisenden im botanischen Garten von Blanes, der den Namen Marimurtra trägt., übersetzt „Meer und Myrte“. Neben der vielfältigen Pflanzenwelt überzeugte hier die einzigartige Lage direkt an der Steilküste mit einmaligen Aussichten auf die wilde Küste Spaniens. 

Tagestour Bremerhaven maritim

42 Landfrauen und auch ein paar Männer machten sich früh morgens bei gutem Wetter mit dem Reisebus auf den Weg nach Bremerhaven. Ein kurzer, sehr enttäuschender Zwischenstopp wurde bei der Firma „Frosta“ eingelegt. Danach ging es weiter in die Innenstadt. Jeder konnte nach seinen Wünschen Bremerhaven erkunden. Ob Auswandererhaus, Klimahaus, Zoo am Meer, Shopping oder einfach nur spazieren gehen...es war für jeden etwas dabei. Um 14 Uhr startete die zweistündige, sehr informative Rundfahrt mit dem Hafen-bus. Zum Abschluss stärkten sich die Landfrauen am alten Fischereihafen  noch mit Kaffee und Kuchen oder Fischbrötchen. Um 17:30 Uhr wurde die Heimreise angetreten.

 

EWE Delmenhorst

Am Gründonnerstag ging es mit der VGH nach Delmenhorst zur EWE. Dort begrüßte uns Frauke Holzschuher, die einigen schon vom LandFrauen-Verein Harpstedt bekannt ist und lud zu Aprikosenstreuselkuchen und Kaffee und Tee ein. Es folgten einige Informationen, was man im Privathaushalt machen kann, um Energie zu sparen: Fotovoltaik, Erdwärme, Blockheizkraftwerk etc. Doch schon bald ging es los mit der Koch-Vorführung. Wir durften zusehen, wie eine Möhrensuppe mit Feta, Ofengegrillter Asialachs mit Reis, Avocado-Melonen-Salat und zum Abschluss Pannacotta mit Granatapfel gezaubert wurden und jeder bekam eine kleine Portion zum Probieren.

Über die Arbeit mit Menschen, die alles verloren haben ...

„Integration mit Herz und Verstand – LandFrauen schaffen Begegnung“, so lautet das landesweite Dreijahresthema des NLV. Zu diesem Thema hatte der LFV Hoya im Anschluss an seine JHV den Integrationslotsen Awelker Kalifa aus Neuenkirchen-Vörden eingeladen.

Äußerst sympathisch, fröhlich, weltgewandt aber auch mahnend berichtete der gebürtige Eritreer über seine Erfahrungen während Flucht, seine persönlichen Integration, sein ehrenamtliches und zwischenzeitlich hauptamtliches Engagement als Integrationshelfer. Er selbst sei schon in den 90iger Jahren im Alter von fünf Jahren mit seiner Mutter und zwei Geschwistern geflüchtet. Fünf Jahre sei er als Kind auf der Flucht gewesen, bevor er über Frankfurt am Main, Köln und Wuppertal in Neuenkirchen-Vörden eine wirkliche Heimat gefunden habe. Mit einem selbstgebackenen Kuchen habe er sich bei den Nachbarn bekannt und beliebt gemacht, mittlerweile werde er der „Obama“ seiner Straße genannt. 1985 genauso wie 2015 und auch heute noch fliehen junge Männer und Frauen vor der eritreischen Militärdiktatur, die einen Nationaldienst in unbefristeter Länge für Frauen und Männer vorsieht, und das in einem Regime der völligen Abschottung. Seine eigene Integration sei mit der heutigen Situation nicht zu vergleichen. Mit mehr als 10 Personen hätten sie seinerzeit in einer Zweizimmerwohnung und ohne sanitäre Anlagen gelebt. Sprachkurse hätten sie auf eigene Kosten besucht. Heute fänden die Geflüchteten eine „luxuriöse“ Situation vor, denn für Unterbringen, Versorgung und auch für Sprachkurse sei gesorgt.

Kalifa betonte, dass das Erlernen der Sprache ein Schlüssel für eine Integration sei, noch wichtiger für ihn sei aber das Vermitteln der Gesetze, der Regeln und Rechte, denn nur so könne die „Freiheit“ erlernt und gelebt werden. Schlussendlich sei ein Arbeitsplatz ein Muss für eine vollständige Integration.

 

Imke Wicke für vier Jahre als erste Vorsitzende im Amt bestätigt.

Auch bei der Jahreshauptversammlung 2018 standen Wahlen, Verabschiedungen, Ernennungen und Ehrungen auf der Tagesordnung. Imke Wicke begrüßte Ehrengäste aus Politik, benachbarten Vereinen und Presse. Bei Letzterer bedankte sie sich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit. Für 50igjährige Mitgliedschaft im Verein ehrte die erste Vorsitzende die Mitglieder (von links) Margret Speketer (Schweringen), Margret Meyer (Hilgermissen), Lisa Stövesand (Duddenhausen), Frieda Lübke (Altenbücken), Marie Kracke (Graue) und Annegret Beneke (Asendorf). Weitere sechs Frauen, die bereits 50 Jahre dem Verein angehören, konnten aus persönlichen Gründen nicht an der JHV teilnehmen. Als Ortsvertrauensfrau im Bezirk 9 wurde Elke Ellinghausen verabschiedet. Als Dankeschön für die geleistete Arbeit erhielt sie einen Gartenstecker mit dem Symbol der Landfrauen, die Biene. Folgende Ortsvertrauensfrauen wurden neu ernannt (v. l.): Edeltraud Brünjes, Hanna Geils, Anne Dore Winter, Anke Frenkel-Rodekohr und Sandra Martiny. Um für die LandFrauenarbeit gerüstet zu sein, erhielten die neuen OVF das Jahrbuch 2018 des Niedersächsischen LandFrauenverbandes. Anke Frenkel-Rodekohr, die bisher als OVF für Mehringen zuständig war, erweiterte ihren Bezirk um die Orte Schierholz und Heesen. Im Vorstand wurden Imke Wicke aus Schwarme als erste Vorsitzende, Ina Homfeld aus Duddenhausen als Vertreterin des Bezirks 7 und Ingrid Zabel aus Wechold als Vorstandsfrau für den Bezirk 8 in ihren Ämtern bestätigt.